Paris: Die Ausstellungen, die Sie 2020 nicht versäumen sollten

Wer in Paris eine Ausstellung besuchen möchte, hat die Qual der Wahl. Entdecken Sie vom Musée d'Orsay bis zum Louvre, vom Centre Pompidou bis zum Grand Palais eine Auswahl an Ausstellungen in Paris, die Sie 2020 unbedingt sehen sollten.

"Leonardo da Vinci" im Louvre

Vom 24. Oktober 2019 bis 24. Februar 2020 organisiert das Louvre-Museum anlässlich des 500. Todestages von Leonardo da Vinci eine große Retrospektive. Entdecken Sie die außergewöhnliche Sammlung von Gemälden und Zeichnungen des italienischen Meisters im Louvre-Museum sowie einen Korpus von Werken, die eigens zu diesem Anlass gesammelt wurden.
Ausstellung im Louvre (Externer Link)

Rétrospective Soulages im Louvre in Paris

Vom 11. Dezember 2019 bis 9. März 2020 lädt das Louvre Museum Pierre Soulages erstmals zu einer vollständig ihm gewidmeten Ausstellung ein. Der Meister des Schwarzen, auch bekannt als der Erfinder des Outrenoirs, bringt das Licht im Kontrast zwischen der schwarzen Farbe und den hellen Teilen hervor, indem er mit dem Material arbeitet, durch Überlagerung und Schaben, oder indem er ein einzigartiges Pigment aufträgt. Soulages, dem ein Museum Rodez in Okzitanien gewidmet ist, bietet das genaue Gegenteil eines monochromen Werkes: "Es sind Unterschiede in der Textur, glatt, faserig, ruhig, angespannt oder aufgeregt, die beim Einfangen oder Verwerfen von Licht zu grauem Schwarzen oder tiefem Schwarzen führen", erklärt der Maler.

„20 Jahre: die Akquisitionen des Musée du Quai Branly - Jacques Chirac“

Vom 24. September 2019 bis 26. Januar 2020
Wie erwerben die Museen ihre Werke? Warum vergrößern sie ihre Depots und nach welchen Kriterien wählen sie die Kunstwerke ihrer Sammlungen aus? Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens lädt das Musée Branly seine Besucher ein, einen Blick hinter die Kulissen dieses geschichtsträchtigen Ortes zu werfen. Die Ausstellung zeigt die Mechanismen des Museumsbetriebs und erklärt warum die Wertschätzung und Verbreitung der Werke in Bezug auf die Erhaltung des französischen Kulturerbes wichtig ist. Sie ist ein Versprechen der Erneuerung, denn sie stellt die Vitalität der Sammlungen und ihre kontinuierliche Veränderung unter Beweis.
Ausstellung „20 Jahre: die Akquisitionen des Musée du Quai Branly - Jacques Chirac“ (Externer Link)

Rétrospective Gréco im Grand Palais

Vom 14. Oktober 2019 bis 10. Februar 2020 zeigt das Grand Palais eine Retrospektive, die dem außergewöhnlichen Werk des Künstlers Domenico Theotokopoulos, besser bekannt als „El Greco“, gewidmet ist - eine große Premiere in Frankreich, die es ab Herbst zu entdecken gilt!
Ausstellung El Greco Retrospektive im Grand Palais in Paris (Externer Link)

„Degas in der Oper“ im Musée d'Orsay

24. September 2019 - 19. Januar 2020
Degas widmete seine ganze Karriere von ihren Anfängen in den 1860er Jahren bis zu seinen letzten Werken nach 1900 der Welt der Oper. Sie steht im Mittelpunkt seiner Gemälde und wird zu „seinem eigenen Raum“. Degas erforscht die verschiedenen Bereiche - Bühnenraum, Logen, Foyer, Tanzsaal - und widmet seine Aufmerksamkeit denen, die sie bevölkern: Tänzerinnen, Sänger, Orchestermusiker, Zuschauer, schwarz gekleidete Abonnenten, die in den Kulissen herumgeistern. Dieses in sich geschlossene Universum ist ein Mikrokosmos mit unendlich vielen Möglichkeiten und ermöglicht alle Arten von Experimenten: die Vielfalt der Blickwinkel, den Kontrast der Beleuchtung, Bewegungsstudien und die Erforschung der Wahrheit der Körpersprache.
„Degas in der Oper“ im Musée d'Orsay (Externer Link)

„Versailles Revival 1867-1937“ im Schloss Versailles

Vom 19. November bis 15. März 2020
Diese Retrospektive zollt dem Schloss Versailles Tribut - diesem Ort der Macht, der im Laufe der Jahrhunderte von Aristokraten und großen Künstlern aufgesucht wurde, wie etwa Marcel Proust, der auch hier lebte. Versailles war ein Ort der Feste und wurde von historischen Persönlichkeiten wie Kaiserin Eugénie, einer großen Verehrerin von Marie Antoinette, und 1855 von Königin Victoria besucht. Was seinen Einfluss betrifft, so hat das Schloss eine ganze Stilrichtung der Malerei, nämlich den Historismus, mit Gemälden geprägt, auf denen detaillierte historistische Ereignisse malerisch verherrlicht wurden. Viele dieser Werke sind in der Ausstellung „Versailles Revival 1867-1937“ zu bewundern.
Ausstellung im Schloss (Externer Link)

„Figure d‘artiste“ im Louvre

Vom 25. September 2019 bis 29. Juni 2020
Die Ausstellung „Figure d‘artiste“ wird in der kleinen Galerie des Louvre präsentiert. Sie ist die Fortsetzung des den großen Renaissancekünstlern, wie Leonardo da Vinci, Donatello und Michelangelo, gewidmeten Zyklus. Ähnlich der Signatur oder dem Selbstporträt diente auch die Darstellung der Gesichter der Künstler im Laufe der Jahrhunderte als eine Art Anerkennung und als Authentifizierung des Werkes.
Ausstellung „Figure d'artiste" im Louvre (Externer Link)

„Die Fabrik der Geste - Hans Hartung“ im Pariser Museum für Moderne Kunst

Vom 11. Oktober 2019 bis 1. März 2020
Mit dieser Ausstellung befinden wir uns im Herzstück der Experimentationskunst, die Risikobereitschaft und Abenteuer ins Zentrum der künstlerischen Arbeit stellt. Und wer könnte diese absolute Schöpfungsfreiheit besser verkörpern als Hans Hartung, der Wegbereiter der Abstraktion, der lange Zeit als Randvertreter des Kubismus und Surrealismus eingeordnet wurde. Anhand von 300 Werken veranschaulicht die Retrospektive die „Hartung-Methode“, die sich durch das Hinterfragen der Authentizität, Bildeinstellung, Fotografie, Vergrößerung, Wiederholung und identische Wiedergabe unzähliger Werke auszeichnet.
Ausstellung „Die Fabrik der Geste - Hans Hartung" im Museum für Moderne Kunst (Externer Link)

„Toulouse-Lautrec. Entschieden modern“

9. Oktober 2019 - 27. Januar 2020
Seit 1992, dem Jahr der letzten Retrospektive von Henri de Toulouse-Lautrec in Frankreich, beschäftigten sich mehrere Ausstellungen mit dem Zusammenhang zwischen dem Werk des Künstlers und sogenannten „Montmartre-Kultur“. Die Ausstellung im Grand Palais, die rund 200 Werke umfasst, dekonstruiert diesen restriktiven Ansatz und stellt stattdessen die Einzigartigkeit des Malers in den Vordergrund.
Ausstellung „Toulouse-Lautrec. Entschieden modern“ im Grand Palais (Externer Link)

„Bacon und die Bücher“ im Centre Pompidou

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1971 : Francis Bacon est à Paris pour l'inauguration de son exposition au @le_grand_palais. Deux jours avant le vernissage, son compagnon George Dyer met fin à ses jours par overdose dans leur chambre d'hôtel. Cette tragédie intime marque profondément l'artiste qui réalise dans les mois qui suivent des triptyques commémoratifs. Puis, jusqu'en 1974, Francis Bacon réalisera de nombreux autoportraits, répondant qu'il était son unique modèle puisque ses proches "sont morts comme des mouches". - #ExpoBacon sur réservation en ligne exclusivement - 🇬🇧 1971: Francis Bacon is in Paris to inaugurate his exhibition at the Grand Palais. Two days before this event, his partner George Dyer kills himself in their hotel room. This private tragedy marks the artist who makes several triptychs in memory of George Dyer. From 1971 to 1974, Francis Bacon makes many self portraits, answering that he is his own model still alive. - Francis Bacon exhibition on online reservation exclusively - #CentrePompidou #FrancisBacon #ModernArt #Exposition - Francis Bacon In Memory of George Dyer, 1971 Huile et letraset sur toile, triptyque, 198 x 147.50 cm Fondation Beyeler - Beyeler Museum, Bâle © The Estate of Francis Bacon /All rights reserved / Adagp, Paris and DACS, London 2019 © The Estate of Francis Bacon. All rights reserved. DACS/Artimage 2019. Photo: Hugo Maertens

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Vom 11. September 2019 bis 21. Januar 2020
Das Centre Pompidou setzt seinen Zyklus der wichtigsten Werke des 20. Jahrhunderts mit einer umfangreichen Ausstellung über Francis Bacon fort. In den sechs Sälen der Ausstellung „Bacon und die Bücher" steht die Literatur als Muse des Malers im Mittelpunkt. Berühmte Stimmen lesen in Englisch und Französisch Texte von Aischylos, Nietzsche, Bataille, Leiris, Conrad und Eliot. Autoren, die allesamt Francis Bacon inspiriert haben. Ihre Gemeinsamkeit liegt in der gleichen realistischen, amoralischen Weltsicht und einem von jeglichem Idealismus befreiten Zugang zur Kunst.
Ausstellung „Bacon und die Bücher“ im Centre Pompidou (Externer Link)

James Tissot (1836-1902) im Musée d'Orsay

Vom 24. März bis 19. Juli 2020
James Tissot, Pseudonym von Jacques Joseph Tissot, zählt zu den bedeutenden Künstlern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein Werk ist mehrdeutig und faszinierend zugleich. Die vom Musée du Quai d'Orsay konzipierte Retrospektive ist die erste, die dem Künstler seit der Ausstellung im Petit Palais 1985 in Paris gewidmet ist. Seine ersten Erfahrungen sammelte der Maler in der Hauptstadt am Ende der 1850er Jahre in den Künstlerkreisen rund um Baudelaire, Manet und Degas. Tissot konzentrierte sich auf die verschiedenen Darstellungsweisen der Pariserin sowie auf mystische und religiöse Themen. Der Maler fertigte unter anderem Hunderte von Illustrationen der Bibel an, die ihm im späten 19. Jahrhundert berühmt machten.
James Tissot im Musée d'Orsay (Externer Link)

„Ich esse, also bin ich“ im Musée de l‘Homme

Vom 16. Oktober 2019 bis 1. Juni 2020
Sag mir was Du isst und ich sage Dir wer Du bist. Diese Botschaft möchte das Musée de l'Homme den Besuchern seiner Ausstellung über Lebensmitteln vermitteln. Die Retrospektive gibt einen Überblick über dieses lebensnotwendige Grundbedürfnis, das im Laufe der Jahrhunderte und Kulturen von diversesten Überzeugungen, Ethik und Klimafragen geprägt wurde. Nahrungsmittel werden aus einer sozialen, kulturellen und historischen Perspektive betrachtet. Haben Lebensmittel ein Geschlecht? Warum sind manche verboten? Wie steht es um die Produktion und den Konsum der Lebensmittel, die heute als gesundheits- und umweltschädlich gelten? All diese Fragen, die aus einem transdisziplinären Blickwinkel untersucht werden, spiegeln die aktuelle gesellschaftliche Debatte und unsere veränderten Essgewohnheiten wider.
Ausstellung „Ich esse, also bin ich“ im Musée de l‘Homme, Paris (Externer Link)

„Von der Liebe“ im Palais de la Découverte

Vom 8. Oktober2019 bis 30. August 2020
Von der Liebe in der Kunst über Liebesbeweise und die Kunst zu lieben bis zur Online-Liebe präsentiert das Musée de la Découverte dieses Gefühl aus der Perspektive der emotionalen Zuneigung und der Wissenschaft und versucht so dem Geheimnis der Liebe auf die Spur zu kommen. In einer gelungenen Hommage an den Philosophen und Literaturkritiker Roland Barthes konzipierten die Kuratoren die Ausstellung als wissenschaftliche, durch Gedichte, Wortfelder, Objekte und verschiedene Situationen erläuterte Abhandlung. Ein gelungenes Projekt! Die Romantiker unter Ihnen werden begeistert sein.
Ausstellung im Palais de la Découverte (Externer Link)

„Charlotte Perriand, Erfinderin einer neuen Welt 1903-1999“ in der Louis Vuitton Stiftung

Vom 2. Oktober 2019 bis 24. Februar 2020
Diese Ausstellung wird alle Liebhaber von Design und Skulptur begeistern. Anlässlich des 20. Todestages von Charlotte Perriand präsentiert die Louis Vuitton Stiftung Werke der berühmtesten Designerinnen und Architektin des 20. Jahrhunderts. Obwohl Charlotte Perriand lange Zeit im Schatten von Le Corbusier stand, hat ihre revolutionäre Vision der Raumaufteilung große Veränderungen mit sich gebracht, wie zum Beispiel die offene Küche und Loftwohnungen... und das im Jahr 1930. Die Architektin und Designerin war stark von lokalen architektonischen Traditionen beeinflusst, wie zum Beispiel japanische oder vietnamesische Holzräume, und fühlte sich diesen während ihrer gesamten Karriere stark verbunden. Nicht weniger als 200 ihrer Kunstwerke wurden durch die Traditionen des Landes der aufgehenden Sonne und Brasiliens inspiriert.
Ausstellung „Charlotte Perriand, Erfinderin einer neuen Welt 1903- 1999“ in der Louis Vuitton Stiftung (Externer Link)

„Das Goldene Zeitalter der englischen Malerei“ im Musée du Luxembourg in Paris

Vom 11. September bis 16. Februar 2020
Heuer widmet das Musée du Luxembourg den Meistern der englischen Malerei eine Ausstellung. Gezeigt werden Werke von Wegbereitern wie Reynolds und Gainsborough bis hin zu deren Schülern wie John Hopper, William Beechey und Thomas Lawrence. Im Mittelpunkt steht die Pittoresque-Malerei mit Themen wie Familie, Abstammung und kindlicher Unschuld. Aber auch die unberührte Natur, politische Persönlichkeiten von damals und narrative Darstellungen von Malern wie George Stubbs, George Morland, Henri Fuseli und John Martin, werden am Rande der Retrospektive präsentiert.
Ausstellung „Das Goldene Zeitalter der englischen Malerei“ im Musée du Luxembourg in Paris (Externer Link)

„Tyson/Monet - überraschende Dialoge“ im Musée Marmottan Monet

Vom 22. Oktober 2019 bis 1. März 2020
Zweimal im Jahr lädt das Musée Marmottan Monet einen zeitgenössischen Künstler dazu ein, mit Werken der Dauerausstellung des Museums in Dialog zu treten. Dieses Mal ist es Keith Tyson, der Erfinder von The Art Machine, der im Mittelpunkt der interaktiven Retrospektive über Claude Monet, den Maler des Lichts, und Keith Tyson, den Liebhaber der Wissenschaft, steht. Letzterer wird sich mit zwei Werken des großen Meisters befassen: „Le Pont de l’Europe“ und „La Gare Saint-Lazare“, die zwei verschiedene Interpretationen von Zeit, Raum und Licht Monets zeigen. Und wenn Keith Tyson eine Obsession hat, dann ist es die des Lichts und wie es die zeitliche Dimension in seinem Werk ausdrückt. Die beiden Künstler teilen ihre Leidenschaft für die Wissenschaft. Die Materialien, die sie in ihrer Kunst verwenden, drücken ihren Bezug zur Welt aus. Eine großartige Gelegenheit den Künstler zu treffen, der gemeinsam mit einem Algorithmus Bilder gemalt hat.
Ausstellung im Musée Marmottan Monet (Externer Link)

„Barbara Hepworth“ im Musée Rodin

Vom 5. November 2019 bis 22. März 2020
Die in Frankreich kaum bekannte Künstlerin Barbara Hepworth revolutionierte die britische Skulptur des 20. Jahrhunderts. Ihr Talent wurde von ihren männlichen Kollegen, insbesondere von Mondrian und Picasso, sehr geschätzt. Die besondere Art und Weise, wie sie mit Formen und Volumen spielte, machen ihre Skulpturen zu einem Ausdruck organischer Prosadichtung. Auch wenn ihre größte Inspirationsquelle die Natur war, so war ihr Werk doch stark vom Kontext des Zweiten Weltkrieg beeinflusst. Deshalb brach sie auch mit allem, das auf Pathos oder Dunkelheit hindeuten könnte. Jeder, der Hepworhts Werk liebt, liebt auch Frieden und Harmonie. Das ist ihre Signatur.
Ausstellung im Musée Rodin (Externer Link)