Französische Komödien - 14 Filme, die Sie nicht verpassen sollten

Die französische Filmszene beweist seit Jahrzehnten, dass auch abseits von Hollywood wirklich unterhaltsame Komödien entstehen. Wir möchten Ihnen hier eine kleine Auswahl an Filmkomödien vorstellen, die aus der jüngeren französischen Filmgeschichte stammen und für gute Unterhaltung bei Ihrem nächsten Fernsehabend sorgen werden. Natürlich wollen wir Ihnen aber auch einige internationale Produktionen, in denen Frankreich eine wichtige Rolle spielt, nicht vorenthalten.

Die meisten Filme auf unserer Liste stammen aus den letzten Jahren und sind inzwischen auf DVD oder Blu-Ray erhältlich. Einige der genannten Filme finden Sie auch bei Online-Streamingdiensten wie Amazon Prime oder Netflix, bisweilen kostenlos oder gegen geringes Geld zum Ausleihen.
Wir haben jeweils den (französischen) Originaltitel angeführt, falls Sie den Film lieber in der Originalsprache (Französisch bzw. Englisch) sehen möchten.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

Willkommen bei den Sch'tis (Bienvenue chez les ch’tis)

Die Komödie von Dany Boon, der nicht nur Regie führte, sondern auch eine der Hauptrollen verkörpert, gilt bis heute als erfolgreichster französischer Film in Frankreich mit über 20 Millionen Kinobesuchern. Der südfranzösische Postbeamte Philippe wird wegen eines versuchten Betruges nach Nordfrankreich strafversetzt. Für ihn ein schwerer Schock, denn das Wetter im Norden soll schrecklich, die Bewohner (die Sch’tis) zurückgeblieben und ihr Dialekt vollkommen unverständlich sein. Doch nach und nach stellt er fest, dass er sich dem Charme des kleinen Dorfes und seiner Bewohner nicht gänzlich entziehen kann…

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Ziemlich beste Freunde (Intouchables)

Die französische Erfolgskomödie aus dem Jahr 2011 beruht auf einer wahren Geschichte und konnte das Kinopublikum weltweit überzeugen. Philippe (FRANÇOIS CLUZET) ist vom Hals an abwärts gelähmt und sucht gerade einen neuen "Pfleger". Da taucht Driss (OMAR SY) auf - ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde und eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung abholen will. Auf den ersten Blick taugt das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch gar nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm einen Monat Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht? Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird...

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Monsieur Claude und seine Töchter (Mais qu’est-ce qu’on a fait au bon Dieu?)

Die Komödie aus dem Jahr 2014 war ein Publikumserfolg in Frankreich und auch im deutschsprachigen Raum sehr erfolgreich. Inzwischen erschien auch eine Fortsetzung (Monsieur Claude 2, 2019), in welcher der gesamte Cast erneut mitwirkte.
Das Ehepaar Claude (Christian Clavier) und Marie Verneuil (Chantal Lauby) führt in der französischen Provinz ein beschauliches und zufriedenes Leben. Ihr ganzer Stolz sind ihre vier schönen, noch unverheirateten Töchter Ségolène (Emilie Caen), Isabelle (Frédérique Bel), Odile (Julia Piaton) und Laure (Elodie Fontan). Als drei ihrer Töchter den Bund der Ehe schließen wollen, gerät das traditionsbewusste Familienleben der Verneuils mächtig durcheinander. Isabelle hat sich den Muslimen Rachid (Medi Sadoun) geangelt, Odile den Juden David (Ary Abittan) auserwählt und Ségolène will den Chinesen Chao (Frédéric Chau) ehelichen. Claude und Maries Hoffnungen auf eine kirchliche Hochzeit ruhen nun auf der jüngsten Tochter Laure, die gerade einen echten Katholiken kennengelernt hat - den dunkelhäutigen Charles, dessen Familie über diese Liaison auch alles andere als begeistert ist.

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Julie & Julia

Kurz vor ihrem 30. Geburtstag fühlt sich Julie Powell (AMY ADAMS) ziemlich niedergeschlagen. Auf der Suche nach einer anderen Richtung, die sie ihrem Leben geben könnte, oder zumindest etwas Zerstreuung, entdeckt Julie eine neue Leidenschaft: Akribisch kocht sie innerhalb von einem Jahr alle 524 Rezepte in Julia Childs (MERYL STREEP) berühmtem Kochbuch-Klassiker Mastering the Art of French Cooking nach und stellt anschließend ihre Erfahrungsberichte ins Internet zur großen Freude einer zunehmend wachsenden Fangemeinde im Cyberspace.
Nora Ephron ("Schlaflos in Seattle", "E-mail für dich"), die auch das Drehbuch schrieb, führte Regie bei dieser überaus köstlichen Komödie, die auf Julie Powells preisgekröntem Roman Julie & Julia: 365 Tage, 524 Rezepte und 1 winzige Küche basiert. In den Hauptrollen glänzen Amy Adams und die mehrfache Oscar®-Preisträgerin Meryl Streep in der Rolle der ebenso exaltierten wie exzentrischen Julia Child, die die amerikanische Koch-Kultur in den 50er Jahren maßgeblich beeinflusst und revolutioniert hat.

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Madame Mallory und der Duft von Curry (The Hundred-Foot Journey)

Hassan Kadam (Manish Dayal) ist ein junger, talentierter Koch mit dem Äquivalent zum "absoluten Gehör" - dem "absoluten Geschmack". Die Familie Kadam verlässt ihre Heimat Indien, angeführt von Familienoberhaupt "Papa" (Om Puri), und landet über Umwege in dem idyllischen Dörfchen Lumière im Süden Frankreichs - genau der richtige Ort, um ein indisches Restaurant zu eröffnen, entscheidet Papa. Das wiederum gefällt Madame Mallory (Helen Mirren) gar nicht: Die unterkühlte Französin ist Chefin des "Le Saule Pleureur", einem mit dem Michelin Stern ausgezeichneten französischen Restaurant, nur wenige Schritte entfernt von dem neuen, lebhaften indischen Lokal der Familie Kadam. Und so findet Hassan sich plötzlich in einer handfesten Restaurantfehde zwischen seiner indischen Großfamilie und ihrem "Maison Mumbai" auf der einen Seite und der alteingesessenen Madame Mallory auf der anderen Seite wieder. Bis sich Hassans Leidenschaft sowohl für französische Haute Cuisine als auch für Madame Mallorys bezaubernde Sous-Chefin Marquerite (Charlotte Le Bon) vereint mit seiner wunderbaren Gabe, die Köstlichkeiten beider Kulturen zu verbinden und Lumière mit unwiderstehlichen Aromen zu durchdringen, die selbst Madame Mallory nicht ignorieren kann. Anfangs noch Madame Mallorys kulinarischer Rivale, erkennt sie schon bald Hassans einzigartiges Talent als Koch und nimmt ihn unter ihre Fittiche...

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Dinner für Spinner (Le dîner de cons)

Dinner für Spinner ist eine französische Filmkomödie von Francis Veber aus dem Jahr 1998. Mehrere wohlhabende Bürger treffen sich regelmäßig zu einem "Dinner". Jeder hat dabei einen „Trottel“ mitzubringen, über den man sich beim Essen lustig machen kann. Der Verleger Brochant ist für diese Woche noch auf der Suche nach einem Trottel und findet einen über einen Freund, nämlich den angeblichen Supertrottel Pignon, der Finanzbeamter ist und aus Streichhölzern den Eiffelturm, Brücken und Fahrzeuge bastelt. Bevor aber der Verleger Brochant seine Neuentdeckung zu jenem Dinner ausführen kann, stürzt Tollpatsch Pignon den geregelten Alltag des Snobs in bewundernswert kurzer Zeit ins totale Wohnungs- und Beziehungschaos.

Monsieur Pierre geht online (Un profil pour deux)

Der verwitwete Rentner Pierre lebt seit einigen Jahren zurückgezogen und allein. Seine Tochter Sylvie engagiert deshalb den jungen Informatiker Alex, um ihren Vater in die Geheimnisse des Internets einzuführen. Nicht lange, und Monsieur Pierre entdeckt eine Datingseite, über die er bald Kontakt mit der entzückenden "Flora63" alias Fanny aufnimmt. Als diese ihn tatsächlich kennenlernen möchte, gerät Pierre jedoch in eine Zwickmühle - dummerweise hat er für sein Profil ein Foto von Alex benutzt.

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Kochen ist Chefsache (Comme un chef)

Das Schicksal führt den undisziplinierten, aber begabten Koch Jack Bonnot und den berühmten Sterne-Koch Alexandre in die gleiche Küche. Dort sehen sie sich mit völlig unterschiedlichen Problemen konfrontiert. Alexandre macht sich große Gedanken um sein Menü, denn er muss in kurzer Zeit die neue Karte zusammenstellen, wobei ihm der neue Geschäftsführer mit seinen Ideen im Weg steht. Jacky muss sich währenddessen um seine hochschwangere Frau und seine Finanzen kümmern.

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Frühstück bei Monsieur Henri (L'étudiante et Monsieur Henri)

Monsieur Henri Voizot (Claude Brasseur) ist nicht mehr der Jüngste und auch nicht mehr der Gesündeste. Trotzdem lebt er weiterhin gern in seiner Wohnung in Paris und will von dort auch nicht weichen. Weil sein Sohn Paul (Guillaume De Tonquedec) sich jedoch Sorgen um seinen immer gebrechlicher werdenden Vater macht, geht Henri schließlich auf den Vorschlag ein, sich jemanden als Untermieter zu suchen, der gleichzeitig ein Auge auf ihn haben kann.
Der geforderte Untermieter, der eines Tages vor Monsieur Henris Tür steht, entpuppt sich allerdings als eine blutjunge Studentin: Constance Piponnier (Noémie Schmidt). Die musikalische und freundliche junge Frau kommt dem Griesgram nach anfänglichem Widerwillen doch ganz recht. – Sie leistet ihm nämlich nicht nur beim Frühstück Gesellschaft, sondern dient ihm auch als verlängerter Arm, um seine Familie gehörig auf Trab zu halten.

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Ein Sommer in der Provence (Avis de mistral)

Für Léa (Chloé Jounnet), Adrien (Hugo Dessioux) und ihren kleinen Bruder Théo (Lukas Pelissier) stehen die Ferien Mal zu ihrem Großvater Paul (Jean Reno), den sie wegen eines Familienstreits nie zuvor kennengelernt haben. Das Reiseziel -- die Provence: Wohl kaum der Urlaub, von dem die Drei träumen. Auch die Freude von Großmutter Irène (Anna Galiena) über diesen Familienurlaub ist da kein Trost. Hinzu kommt, dass ihnen der Vater ausgerechnet am Tag vor der Abreise sagt, dass er die Familie verlassen wird. Also nicht gerade die besten Aussichten auf gute Laune und eine spaßige Ferienzeit.
Kaum in der Provence angekommen prallen auch schon die Differenzen der beiden Generationen aufeinander. Zwischen den Jugendlichen und ihrem Großvater, der, wie die Kids meinen, ein sturer Esel ist, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten. Dabei spielt auch Pauls turbulente Vergangenheit immer wieder eine Rolle. Es beginnt ein chaotischer Sommer in der malerischen Provence, in dem beide Generationen versuchen das Miteinander zu meistern, die Vergangenheit zu verarbeiten und sich vor allem daran zu erinnern, dass sie trotz aller Widersprüche eine Familie sind.

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Mr. Bean macht Ferien (Mr. Bean’s holiday)

Mr. Bean hat den dauernden englischen Regen satt, ist urlaubsreif und fährt nach Südfrankreich. Dabei schafft er es in den Wettbewerb der Filmfestspiele. Wie immer ist kein Fettnäpfchen vor ihm sicher, keine Panne undenkbar, und daneben macht sich auch noch das doppelte Missverständnis breit, der wortkarge Engländer sei ein Kidnapper oder ein gefeierter Filmemacher. Dementsprechend wartet auf ihn also entweder die Gendarmerie oder die Goldene Palme.

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8 Frauen (8 femmes)

Frankreich in den 50er Jahren. Suzon kehrt über Weihnachten nach Hause zurück. Als sie ihrem Vater morgens das Frühstück bringen will findet sie ihn tot auf. Da weder das Auto anspringt noch das Telefon funktioniert, sehen sich Suzon, ihre Mutter, ihre Großmutter und ihre Schwester gezwungen, den Mord selbst aufzuklären. Da das Anwesen eingeschneit ist, wird ihnen schnell klar, dass eine von ihnen den Mord begangen haben muss.

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Le jeu – Nichts zu verbergen (Le jeu)

Es soll ein geselliger Abend unter alten Freunden werden – gepflegte Heiterkeit im vertrauten Rahmen. Doch es liegt eine unbestimmte Spannung in der Luft und die anstehende Mondfinsternis scheint die Gemüter zu erhitzen. Getrieben von unterdrückten Gefühlen und latenter Langeweile im Alltag beschliessen die drei Paare und der «ewige Single», dass es heute mal anders wird. Warum nicht ein verwegenes Spiel spielen? Die Regeln sind einfach: Alle legen ihr Handy in die Mitte des Tisches und jede Nachricht, jeder Anruf wird mit den anderen geteilt. Doch bestimmte Geheimnisse bleiben besser verborgen. Was mit einem Knistern beginnt, endet in einer gewaltigen Eruption.

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Louis de Funès - verschiedene Filmtitel

Zugegeben etwas älter, aber eben auch beliebte Klassiker sind die Komödien von und mit Louis de Funès, in denen der französische Schauspieler, Comedian, Regisseur und Drehbuchautor zumeist ähnliche Charaktere verkörperte: Immer ein bisschen cholerisch, mit einer guten Portion (National-)Stolz, aber dennoch immer irgendwie liebenswert und auf jeden Fall extrem unterhaltsam.
Ab Mitte der 1960er Jahre avancierte de Funès zum bekanntesten und beliebtesten französischen Filmkomiker. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählt die Filmserie "Der Gendarm von Saint Tropez", sowie "Die große Sause" oder auch "Die Abenteuer des Rabbi Jacob".