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Eine originelle Reise durch Frankreich mit dem Urbexer Ilan Benattar

Der sonnenbeschienene Wintergarten eines verlassenen Hauses

Wir erkunden zusammen mit dem Fotografen Ilan Benattar verfallene Paläste, stillgelegte Fabriken, so genannte "Lost Places". Aber Achtung: Ilan Benattar sagt uns nie, wo wir sind, denn er gehört einer Bewegung an, die Industriebrachen und vergessene, verlassene Orte erkundet und fotografiert: Urbex.

Was ist Urbex?

Urban Exploration bzw. Urbex oder Stadterkundung ist die Erforschung von Einrichtungen des städtischen Raums und sogenannter „Lost Places“. Ich tat das lange alleine. Dann erfuhr ich, dass das einen Namen hat und dass ich nicht der Einzige bin, der solche Orte fotografiert. Die Fans posten ihre Fotos vor allem auf Instagram. Ich bin schnell über den städtischen Raum hinausgegangen und habe alle Arten von verlassenen Gebäuden fotografiert. Ein verlassenes altes Herrenhaus. Eine stillgelegte Manufaktur. Eine von Vegetation überwucherte Kirche ...

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Verändert dies Ihre Art und Weise zu reisen?

Völlig. Ich sehe mir fast nie berühmte Sehenswürdigkeiten und Stadtzentren an. Ich entdecke lieber Ruinen, verfallene Gebäude. Manche dieser Orte haben mich geprägt, beispielsweise eine ehemalige Nervenheilanstalt. Manchmal recherchieren wir, um uns über die Geschichte eines Ortes zu informieren.

Findet man in Frankreich problemlos verlassene Orte?

Wenn man weiß, wo man hinsehen muss! Diese Orte befinden sich ganz in der Nähe, nur sehen wir sie nicht. Ich recherchiere. Ich lese die Lokalpresse, informiere mich über die Geschichte einer Region. Es kann eine Fabrik sein, die gerade geschlossen wurde. Sie ist menschenleer, könnte aber jederzeit wieder in Betrieb genommen werden. Oder ein verfallenes Schloss. Dann sind da natürlich die Kirchen. Die Religion ist in Frankreich früher sehr wichtig gewesen. In manchen Dörfern gibt es zwei oder drei Kirchen. Heute kann man sicher sein, dass mindestens eine dieser Kirchen verlassen ist.

Wie gelingt es Ihnen, die Atmosphäre eines Orts zu erfassen?

Ich möchte das, was ich sehe, so realistisch wie möglich wiedergeben. Keine Inszenierung, keine Beleuchtung, minimale Retuschen. Die Aufnahme ist also entscheidend. Ich arbeite fast immer mit langen Belichtungszeiten, um in die Fotos möglichst viel Licht hineinzubringen.

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Welche Ratschläge würden Sie angehenden Urbexern geben?

Zuerst einmal sollten sie den Ort respektieren. Ich breche nie irgendwo ein und hinterlasse jeden Ort immer so, wie ich ihn vorgefunden habe. Ich verrate auch nie, wo sich der Ort befindet, damit nicht zu viele Leute in diese Gebäude gehen, die anfällig oder gefährlich sein können. Vor allem sollte man Urbex aus Leidenschaft machen, denn jedes Foto erfordert sehr viel Geduld und Beharrlichkeit.