Die Loire-Schlösser aus der Vogelperspektive – Fotos von Alex MacLean

Ein paar Wochen vor dem offiziellen Start der Jubiläumsfeierlichkeiten zu „500 Jahre Renaissance“ im Loiretal eröffnet uns der amerikanische Fotograf Alex MacLean einen ganz neuen Blick auf „die Juwelen der französischen Geschichte“, die prachtvollen Loire-Schlösser. Die Schlösser von Chenonceau, Villandry oder Chambord zeigen sich in dieser Serie von Luftaufnahmen, die in der Domaine de Chaumont-sur-Loire ausgestellt werden, aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Chenonceau

Ursprünglich eine mittelalterliche Festung, wurde dieses Wasserschloss dank des Einflusses der berühmten Frauen, die hier lebten und wirkten, zum „Schloss der Damen“, zu einem einzigartigen Renaissanceschloss: Nachdem Diane de Poitiers und ihre Rivalin Katharina von Medici sowie Louise de Lorraine hier wohnten, wurde das Schloss aufgegeben und erst viele Jahre neu belebt, u.a. von Louise Dupin und Marguerite de Pelouze.

Chaumont-sur-Loire

Auch im Schloss von Chaumont wirkten Katharine von Medici und Diane de Poitiers. Erstere traf sich hier mit ihren Astrologen Nostradamus und Ruggieri, wovon bis heute der sogenannte Ruggieri-Raum zeugt, dessen Kaminwandung mit dem griechischen Buchstaben Delta und drei Kreisen oder Vollmonden geschmückt ist. Nach dem Tode Heinrichs II. trat sie Chaumont-sur-Loire an ihre Rivalin Diane de Poitiers, die Geliebte des Königs, ab und zog selbst in das luxuriösere Schloss Chenonceau. Diane de Poitiers baute Schloss Chaumont weiter aus und gab ihm sein heutiges Aussehen.

Chaumont-sur-Loire

Auch im Schloss von Chaumont wirkten Katharine von Medici und Diane de Poitiers. Erstere traf sich hier mit ihren Astrologen Nostradamus und Ruggieri, wovon bis heute der sogenannte Ruggieri-Raum zeugt, dessen Kaminwandung mit dem griechischen Buchstaben Delta und drei Kreisen oder Vollmonden geschmückt ist. Nach dem Tode Heinrichs II. trat sie Chaumont-sur-Loire an ihre Rivalin Diane de Poitiers, die Geliebte des Königs, ab und zog selbst in das luxuriösere Schloss Chenonceau. Diane de Poitiers baute Schloss Chaumont weiter aus und gab ihm sein heutiges Aussehen.

Azay-le-Rideau

Als zweifelsohne eines der romantischsten Schlösser des Loire-Tals wurde das Wasserschloss von Azay-le-Rideau auf einer Insel in der Indre, mitten in einem großen Landschaftspark erbaut und verzückt alle, die sich ihm nähern. In seinem Roman „Die Lilie im Tal“ beschreibt Honoré de Balzac das Schloss als „geschliffenen Diamant“, eingefasst von den Wassern der Indre. Mit seinen Elementen aus dem Mittelalter und den italienischen Einflüssen gilt es als modellhaft für die Renaissance-Architektur, obwohl die heutige Silhouette erst im 19. Jahrhundert fertiggestellt wurde.

Villandry

Wer Villandry kennt, denkt automatisch an die berühmten Terrassengärten. Vom ersten Bau des Schlosses bis zur Zeit der Renaissance verfügte das Anwesen über einen Küchen- und einen Ziergarten. Heute gibt es sechs Gärten auf mehreren Ebenen, u.a. den Garten der Liebe, den Garten der Musik und den Wassergarten.

Mit ihrem Schloss, ihrem Park und ihrem Kunst- und Naturzentrum bietet die Domaine de Chaumont-sur-Loire ihren Besuchern ein Gesamterlebnis aus historischem Erbe, Kultur und Kunst. Jedes Jahr findet hier das internationale Gartenfestival „Festival International des Jardins“ statt, quasi ein Labor für zeitgenössische Kreation im Bereich Garten- und Landschaftsgestaltung. Seit 2017 wird hier auch „Chaumont- Photo-sur-Loire“ durchgeführt, eine Reihe von Ausstellungen der Werke großer Fotografen. Im Rahmen dieser Veranstaltung und nur wenige Wochen vor Beginn der Feierlichkeiten zum 500-jährigen Jubiläum der Renaissance im Loire-Tal findet die Ausstellung „Renaissances“ des Fotografen Alex MacLean statt. Seine faszinierenden Aufnahmen aus der Vogelperspektive werden in der Galerie des Schlosses bis zum 28. Februar 2019 gezeigt.