Homer-Ausstellung im Museum des Louvre-Lens

Von 27. März bis 22. Juli zeigt das Museum des Louvre-Lens in der nordfranzösischen Region Hauts-de-France eine der umfangreichsten Ausstellungen, die je Homer, dem Fürsten der Dichter und Verfasser der Ilias und der Odyssee, gewidmet wurde

Aber wer war Homer? Ein blinder Wanderdichter der griechischen Antike? Ein inspirierter und genialer Schriftsteller? Hat er überhaupt wirklich existiert? Und falls ja, war er der alleinige Verfasser der Ilias und der Odyssee, diesem monumentalen literarischen Werk, das den Grundstock der westlichen Kultur bildet? Auf diese und andere Fragen verspricht die große Ausstellung „Homer“ des Louvre-Lens ab 27. März nach und nach Antworten zu geben.

Für diesen noch nie dagewesenen Einblick in das reiche Universum Homers, das genauso schön wie auch mysteriös ist, mit legendären Helden wie Odysseus, Achilles, Hektor oder Penelope wurden rund 300 Werke vereint. Anhand archäologischer Objekte und aktueller Beobachtungen wird der Besucher von den Göttern des Olymps willkommen geheißen und durch die bedeutendsten Erzählungen der Ilias und der Odyssee geführt.

Von der Antike zur Renaissance

Gemälde, Skulpturen, Wandteppiche, Filme und sogar Comics zeigen wie diese Epen je nach Zeitgeist durch die Jahrhunderte hindurch in Bilder dargestellt wurden - und wie sie darüber hinaus die Kunstgeschichte von der Antike bis zur Renaissance geprägt haben.

Des Weiteren greift die Ausstellung die berühmtesten Szenen des Trojanischen Krieges auf, die in anderen, heute nicht mehr existierenden Dichtungen beschrieben wurden und welche die Ilias und Odyssee inspirierten. Den Abschluss bildet eine mit Meeresgeräuschen untermalte Klanginstallation, in der Gedichte vorgetragen werden und die daran erinnert, dass Homer tatsächlich dieser „Homme Océan" (dt. Ozeanmensch) war, von dem Victor Hugo, ein anderer Dichterfürst, sprach.

Praktische Infos 

Ausstellung vom 27. März bis 22. Juli 2019