Bordeaux: 24 Stunden im Hotel Lalique inmitten des französischen Weinbaugebiets Sauternes

Wenn das Maison Lalique sein 130-jähriges Bestehen feiert und die Domaine de Lafaurie-Peyraguey ihr 400-jähriges Bestehen, dann entsteht daraus ein Hoteljuwel im Weingebiet von Bordeaux! Inspiriert von seinem Terroir und verfeinerter Kristallglaskunst ist dieses im vergangenen Juni eröffnete außergewöhnliche 5-Sterne Hotel eine Ode an vier Elemente: Wein, Kristall, Gastronomie und Gastfreundschaft.
10 Uhr - Willkommen im Lalique Universum

Sofort beim Betreten des Empfangsbereichs wird man unwillkürlich an die ausgeprägte Kreativität von René Lalique erinnert: Kronleuchter aus gravierten Weinblattmotiven, ins Mobiliar eingepasste Kristallarbeiten, Kristalltafeln... Mehr als ein Jahrhundert nach der Gründung der ersten Lalique-Glaskunstwerkstatt inspiriert die Seele dieses „Glasdichters“ und Jugendstilmeisters auch weiterhin die neuen, maßgeschneiderten Kreationen des Hauses Lalique und seines dritten exklusiven Hotel-Restaurants. Das im Juni 2018 eröffnete 5-Sterne Hotel liegt etwa 50 km von Bordeaux entfernt und wurde rasch mit dem Label der Relais & Châteaux Hotels ausgezeichnet.

10:15 Uhr - Zimmerbezug mit Blick auf die Weingärten

Im Zimmer angekommen, taucht man direkt in das Leitmotiv des Aufenthaltes ein, welches den Gast auf Schritt und Tritt begleitet: der Weingarten. Von den Fenstern blickt man auf die sich bis zum Horizont entfaltenden Weinstöcke und im Innenbereich sind überall zarte Kristalltrauben eingearbeitet - in das mattierte Eichenmobilar, in die flaumig-weichen Badetücher und in die Badarmaturen mit Cabochon-Schliff.

11 Uhr - Schlossrundgang

Man hat nicht alle Tage die Gelegenheit in einem Bauwerk des 13. Jahrhunderts zu übernachten! Seine Architektur und Stilkombination zu bewundern, die durch die Renovierung wunderschön hervorgehoben wurden, ist ein reines Vergnügen. Während die Türme aus dem Mittelalter stammen, wurde der Rest des Schlosses im 17. Jahrhundert im hispano-byzantinischen Geist umgebaut, was René Lalique, einem großen Liebhaber orientalischer Einrichtungsgegenstände, sicherlich gefallen hätte.

14 Uhr - Ein wenig Kultur

Ausgestattet mit Kunstbüchern - insbesondere über René Lalique und dessen Werke - sowie Fachliteratur über die Geschichte der Sauternes- und Bordeaux-Weine, lädt die Bibliothek dazu ein, es sich in den weichen Sofas vor Ort gemütlich zu machen und eine Lesepause einzulegen, während der man von Zeit zu Zeit aufsieht, um die elegante Innenausstattung zu bewundern, die von den in Vitrinen ausgestellten Kristallwundern unterstrichen wird.

17 Uhr - Verkostung in der Kapelle

In der Schlosskapelle aus dem 17. Jahrhundert werden auch Hochzeiten zelebriert, in der Regel jedoch finden sich hier die Hotelgäste zu einer ganz anderen Art von Zeremonie ein: einer Einführung in die süßen Aromen der Sauternes-Weine. Zwischen zwei mit Fässern dekorierten Weinkellern und gegenüber einem Altar, der von Glasmalereien mit den charakteristischen Lalique-Motiven überragt wird, werden Weine und Appetithäppchen zur Verkostung gereicht.

19 Uhr Besuch der Vinothek

Mit 350.000 Flaschen, von denen die älteste aus dem Jahr 1895 stammt, sind die vier Weinkeller des Anwesens eine regelrechte Gedächtnisstätte der Bordeaux-Weine. In der Vinothek, wo Flaschen und Gegenstände wie Kunstwerke ausgestellt werden, brillieren die Flaschen des 1er Grand Cru Classé de Sauternes des Château Lafaurie-Peyraguey neben anderen Weinen aus dem Weingebiet von Bordeaux.

20 Uhr - Ein Interieur zum Genießen

Noch vor dem Abendessen ist bereits die Dekoration ein wahrer Genuss. Unter der Saaldecke, die mit der aus 120 goldglänzenden Kristallblättern bestehenden „Champs Elysées“-Deckenleuchte, die an die Bernsteinfarbe des Sauternes erinnert, verziert ist, sind die Tische mit auserlesenen Kreationen geschmückt: Fürstenberger Porzellanteller, Cristofle Serviettenringe oder als Begrüßungsteller gereichte (unechte) Flaschen mit „Frauen und Trauben“-Motiven als verstohlener Hinweis auf das Lalique-Vermächtnis.

20:30 Uhr - Ein vom Terroir inspiriertes Abendessen

Traubenmost, Weintrub und Sauternes-Kräutertees... Chefkoch Jérôme Schilling legt Wert auf Innovation und beweist dies, indem er Gerichte kreiert, die sowohl ihrem Geschmack als auch ihrer Zubereitung nach einmalig und von den lokalen Weinen inspiriert sind. Das siebengängige Lafaurie-Peyraguey-Menü, wird, wie es sich gehört, von Grand Cru Weinen der Sauternes begleitet und verwöhnt den Gaumen mit ungewöhnlichen Aromen.

9 Uhr - Frühstück in den Farben der Weinreben

Beim Frühstück genießen die Gäste zwischen schimmerndem Kristall und den sanften Farbtönen der Weingärten ein letztes Mal die raffinierte Atmosphäre des Ortes. Wie immer ist die Weinrebe allgegenwärtig - bis hin zu den blätterfarbigen Sesseln und den kalksteinfarbigen Böden.

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