Pracht und Elend. Bilder der Prostitution in Frankreich (1850-1910) im Musée d'Orsay in Paris

Vom 22 September 2015 bis zum 17 Januar 2016
  • Jean-Louis Forain (1852-1931) Derrière les coulisses, 1885 Crayon, encre de chine, plume, 25,3 x 38,5 cm Paris, musée d’Orsay

    Jean-Louis Forain (1852-1931) Derrière les coulisses, 1885 Crayon, encre de chine, plume, 25,3 x 38,5 cm Paris, musée d’Orsay

    © RMN-Grand Palais (Musée d’Orsay) / Adrien Didierjean

  • La Madeleine chez le Pharisien, 1891 Huile sur toile, 95,5 x 127 cm Paris, musée d’Orsay

    La Madeleine chez le Pharisien, 1891 Huile sur toile, 95,5 x 127 cm Paris, musée d’Orsay

    © RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

  • 25. Jean-Léon Gérôme (1824-1904) Intérieur grec (étude), 1848 Huile sur bois, 15,5 x 21 cm Paris, musée d’Orsay

    25. Jean-Léon Gérôme (1824-1904) Intérieur grec (étude), 1848 Huile sur bois, 15,5 x 21 cm Paris, musée d’Orsay

    © RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Pracht und Elend. Bilder der Prostitution in Frankreich (1850-1910) im Musée d'Orsay in Paris 62, rue de Lille 75007 Paris fr

Bei der Ausstellung Splendeurs et misères (dt. Pracht und Elend) wird die "Prostitution" zum ersten Mal auf künstlerischer Weise großes Thema. Die Ausstellungsstücke stammen von französischen sowie ausländischen Künstlern, dessen Gemälde Realität und Fantasmen gegeneinander stellen. Nach Sade sind es diese Freudenmädchen, die in Szene gesetzt werden.

Ausstellung "Splendeurs et Misères" im Musée d'Orsay

Sexualität, Laster und Verderbtheit stehen hoch im Kurs und sind stets ein aktuelles Thema in heutigen Magazinen. Die Prostitution ist zwar kontrovers und polemisch, doch spielte sie eine wichtige Rolle in der Entwicklung der modernen Malerei. Auch auf sozialer und kultureller Ebene wird dieser obskure Handel abgewickelt, so wie es zum Beispiel die Bildhauerkunst, die dekorativen Künste, die Fotografie und die Salonmalerei bezeugen. Der ambivalente Status der Prostituierten, die zwischen einer Glanzwelt und einer Welt des Elends leben, kann durch das umfangreiche Dokumentenmaterial genauer erörtert werden.

Angefangen von dem Werk Olympia von Manet über Der Absinth von Degas, den verschiedenen Vorstößen in die Bordelle von Toulouse-Lautrec und Munch, bis hin zu den gewagten Figuren von VlaminckVan Dongen oder auch Picasso wird bei der Ausstellung darauf geachtet, die wichtige, zentrale Rolle, die diese obskure Welt bei der Entwicklung der modernen Malerei gespielt hat, zu präsentieren. 

Zum Thema Prostitution (1850-1910)

Die Meinungen über Prostituierte sind so verschieden, dass das Thema bis heute noch kontrovers bleibt. Alphonse Karr sagte "Le mépris se réserve aux filles que la faim force à se vendre pour cinq francs" (dt. Die Verachtung gilt jenen Mädchen, die sich vom Hunger getrieben für fünf Francs verkaufen". Unter den Abgeneigten sind die Prostituierten " le plus grand fléau des moeurs publiques" (Dt. die größte Plage der öffentlichen Sittlichkeit) und unter denjenigen für die die Schließung von Bordellen "mehr als ein Verbrechen, eine Tautologie" (Auguste Renoir) ist: es ist ein Fass ohne Boden. 

Auch wenn es schwierig, ja fast unmöglich ist die Realität oder das Alltagsleben dieser Bordsteinschwalben durch die Gemälder zu entziffern, so hinterlässt die Ausstellung viele Spuren zur Entdeckung und darüber hinaus eine schöne künstlerische Erfahrung.

Die Ausstellung erinnert an Honoré de Balzacs Roman "Splendeurs et misères des Courtisanes. Seine Meinung: "Jede Frau besitzt ihr Glück zwischen ihren Beinen". 

Praktische Informationen

Das gesamte Musée d'Orsay ist behindertengerecht eingerichtet. 

Öffnungszeiten

  • dienstags, mittwochs, freitags, samstags und sonntags: von 9:30 bis 18 Uhr
  • donnerstags: von 9:30 bis 21:45 Uhr
  • Verkauf der Eintrittskarten bis 17 Uhr und donnerstags bis 21 Uhr
  • Räumung der Säle ab 17:15 Uhr und donnerstags ab 21:15 Uhr
  • Gruppen werden mit Reservierung dienstags bis samstags von 9:30 bis 16:00 Uhr und donnerstags bis 20 Uhr zugelassen
  • Geschlossen: montags, 1. Mai, 25. Dezember

Preise

  • Voller Tarif: 11€ (Zutritt zu den Dauerausstellungen und im Rahmen der verfügbaren Plätze zu den Sonderausstellungen)
  • Ermäßigt: 8,50€ (Für 18 bis 25-Jährige Besucher, die nicht aus der EU stammen und nicht langfristig aufenthaltsberechtigt sind, für alle ab 16.30 Uhr (außer donnerstags), für alle donnerstags abends ab 18 Uhr.
  • Gratis
    • An jedem ersten Sonntag des Monats
    • Besucher unter 18 Jahren18 bis 25-Jährige 
    • Besucher aus einem EU-Staat oder langfristig Aufenthaltsberechtigte in einem EU-Staat
    • Behinderte mit einer Begleitperson
    • Arbeitslose
    • Inhaber des Museum pass
    • Mitglieder der Carte blanche
    • Mitglieder des Fördervereins Freunde des Musée d'Orsay oder American Friends of the Musée d'Orsay

Anfahrt

  • U-Bahn: Linie 12, Station Solférino
  • S-Bahn: Linie C, Station Musée d'Orsay
  • Bus: 24, 63, 68, 69, 73, 83, 84, 94
  • Taxi: An- und Abfahrt mit Taxi oder Sonderfahrzeug Quai Anatole-France

Parkplätze für Besucher mit Behinderung

  • 2 Plätze vor Place de MONTHERLANT Nr. 1
  • 1 Platz vor Rue de BELLECHASSE Nr. 5
  • 1 Platz vor Rue de LILLE Nr. 48
  • 1 Platz vor Rue de LILLE Nr. 77
  • 1 Platz vor Rue de LILLE Nr. 81
  • 3 Plätze vor Rue de SOLFERINO Nr. 8
  • 1 Platz Genteil Rue de Poitiers Nr. 7
  • 3 Plätze vor Rue de VILLERSEXEL Nr. 1
  • 1 Platz Rue Du BAC Nr. 13
  • 3 Plätze vor Rue de L'UNIVERSITE Nr. 96

Adresse

Musée d'Orsay
62, rue de Lille
75007 Paris

Preise

  • Erwachsene: 11 €
  • Ermäßigt : 8,50 €

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