Palais Galliera: Die Kleider-Schätze der Gräfin Greffulhe (Paris)

Vom 07 November 2015 bis zum 20 März 2016
  • Palais Galliera

    Palais Galliera

    © Paris Tourist Office - Photographe : Daniel Thierry

Palais Galliera: Die Kleider-Schätze der Gräfin Greffulhe (Paris) 10 Avenue Pierre 1er de Serbie 75016 Paris fr

Der Palais Galliera (Museum für Mode) stellt erstmals die außergewöhnliche Garderobe der Gräfin Greffulhe, geborene Élisabeth de Caraman-Chimay (1860-1952) aus.

Die Gräfin Greffulhe war Salondame und Mäzenin für Kunst, Musik, Theater und Ballett. Marcel Proust setzte ihr in seinem Werk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" in der Gestalt der Herzögin Guermants ein literarisches Denkmal.

Ein bewegtes Leben

Die Cousine von Robert de Montesquiou, die in den Jahren der Belle Epoque Mittelpunkt eines bekannten Pariser Salons war und gar als "schönste Frau der Hauptstadt" galt lebte ein schillerndes und langes Leben: Sie erlebte das Ende der Belle Epoque, zwei Republiken, die wilden zwanziger Jahre, zwei Weltkriege... 

Ihr Einfluss verfestigte sich mit ihrer Eheschließung  mit dem sehr vermögenden Henry Greffulhe.Ihr Stil, ihr Gaderobe wurde von den bekanntesten Pariser Modehäuser gestellt, galt als ebenso legendär wie ihre Schönheit, gleichzeitig war sie eine gebildete und geistreiche Frau, die eine wichtige Förderin der Kulturszene wurde. Ihr Salon, der in Paris und Dieppe statt fand, versammelt die Geistesgrößen ihrer Zeit.

Found-Raising und Stiftertum

1890 gründetet sie die Société des grandes-auditions musicales , deren Präsidentin sie wurde. In dieser Funktion rief sie Fonds ins Leben, um u.a. Werke französischer Künstler, die zwar im Ausland, jedoch weniger im Inland gespielt wurden, auf französische Bühnen zu holen. darüber hinaus setze sie sich für die Aufführungen von Wagner-Werken und das russische Ballet ein. Dabei übernahm sie den Kontakt zu den Theatern und Opernhäusern ebenso wie die Finanzierung und die Bewerbung der Projekte.

Ein eigener politischer Kopf

Obgleich sie von der Gesinnung her eher konservativ eingestellt war, stand sie im Verlauf der Affäre Dreyfus auf Seiten des jüdischen Dreyfus, was ihr vom rechten Lager viel Kritik einbrachte. Darüber hinaus  setzte sie sich zu späteren Zeiten für die linke Volksfront rund um Léon Blum ein. Neben den schönen Künsten galt sie auch als Bewunderin und Förderin der Wissenschaften, gut bekannt war sie mit Marie Curie.

Die jetzt stattfindene Ausstellung setzt nicht nur dieser bemerkenswerten Frau ein Denkmal sondern rückt auch die Schneiderkunst in den Mittelpunkt. Die exklusive Garderobe von Häusern wie Lanvin, Fortuny, Babani oder Worth verdeutlicht ihren Lebenswandel und lässt den Besucher abtauchen in die Lebenswelt der Haute Société des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Präsentiert werden rund 50 Stücke aus Tages- und Abendmode, begleitet von Porträts, Photographien und Filmausschnitten.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten

  • Montags geschlossen, Dienstags bis Sonntags: 10:00 bis 18:00 Uhr (Letzter Einlass um 17:15)
  • Langer Donnerstag bis 21:00 Uhr (Letzter Einlass um 20:15 Uhr )
  • An Feiertagen geschlossen

Anfahrt

  • Metro-Linie 9 (bis Iéna ou Alma-Marceau) oder Metro-Linie 6 (bis Boissière)
  • Regionalzug RER C (bis Pont de l'Alma)
  • Buslinien 32, 42, 63, 72, 80, 82, 92

Adresse

Palais Galliera
Musée de la Mode de la Ville de Paris
10 , avenue Pierre Ier de Serbie
75116 Paris

 

Dauer

7. November 2015 bis 20. März 2016

Preise

  • Regulärer Eintritt: 9€
  • ermäßigter Tarif (Studenten über 26 J., Gruppen): 6€

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