Französisch-kolumbianisches Jahr 2017 - zwei Meister der Barockkunst aus Bogotá im Louvre

Vom 20 September 2017 bis zum 15 Januar 2018
  • José de Galaz, Ostensoir de l’église de San Ignacio de Bogotá, dit "La Lechuga"

    José de Galaz, Ostensoir de l’église de San Ignacio de Bogotá, dit "La Lechuga" - © Imagen cortesía de la Unidad de Artes y Otras Colecciones del Banco de la República / Oscar Monsalve Pino

    José de Galaz, Ostensoir de l’église de San Ignacio de Bogotá, dit "La Lechuga"

    José de Galaz, Ostensoir de l’église de San Ignacio de Bogotá, dit "La Lechuga" - © Imagen cortesía de la Unidad de Artes y Otras Colecciones del Banco de la República / Oscar Monsalve Pino

Französisch-kolumbianisches Jahr 2017 - zwei Meister der Barockkunst aus Bogotá im Louvre Rue de Rivoli 75001 Paris fr

Im Rahmen des Frankreich-Kolumbien Jahres 2017 zeigt das Musée du Louvre kolumbisches Kulturerbe und präsentiert im großen Saal von 20. September 2017 bis 15. Januar 2018 spanische Gemälde.

 

Zwei wichtige Werke der neugrenadischen Kunst (aus dem Vizekönigtum von Neugranada im 18. Jahrhundert) werden ausgestellt:  

  • Die Monstranz der Kirche von San Ignacio in Bogotá, auch "La Lechuga" genannt - ein wahres Juwel der Goldschmiedekunst, von extremer Rafinesse
  • Die Statue der Heiligen Barbara, eine 2 Meter hohe Holzfigur, deren Schöpfer stark von der Schule von Sevilla beeinflusst wurde und die bis heute allen kolumbianischen Künstlern als Vorlage dient.

"La Lechuga"

Im Jahr 1700 bestellten die Jesuiten für ihre Kirche San Ignacio in Santa Fe in Bogotá eine Monstranz bei José de Galaz. Er benötigte ganze 7 Jahre und zwei Assistenten um dieses liturgische Meisterwerk zu schaffen. Es misst 80cm, besteht aus ca. 5kg Gold und mehr als 1.700 Edelsteinen. Dieser Reichtum entspricht der künstlerischen Tradition in der religiösen Goldschmiedekunst, bei der versucht wurde, die Hostie auf möglichst beeindruckende, pompöse Weise zur Schau zu stellen.

Diese Monstranz ist nicht nur wegen der Verwendung von Gold und Edelsteinen besonders, es ist auch die Art und Weise, wie die Materialien kombiniert wurden, welche diesem Kunstobjekt zugleich Stärke, Komplexität und Finesse verleiht. Die Smaragde, welche das gesamte Werk überziehen, verleihen ihm eine intensive grüne Farbe - daher auch der Ursprung des Namens "La Lechuga", was soviel wie "Grüner Salat" bedeutet.

Statue der Heilgen Barbara

Dieses Werk von Pedro Laboria gilt als Gipfel der neugrenadischen Kolonialstils aufgrund der sinnlichen Formen, der eleganten Haltung und der sorgfältigen Gestaltung. Es ist von herausragender Bedeutung, da sein Einfluss (in Abwesenheit von griechischer Bildhauerkunst) auf die Künstler enorm war und oft als Inspirationsquelle diente. Auch heute noch inspiriert das Werk die zeitgenössischen Künstler mit seiner starken Körperlichkeit, seinem Tiefgang und seiner Unbarmherzigkeit.

Als Symbol inbrünstiger Frömmigkeit wird die Heilige Barbara während ihres Marytriums in einer Pose geistiger Erhöhung dargestellt. Die Figur des Scharfrichters wurde nicht in die Skulptur einbezogen, nur die Spitze der Klinge bohrt sich in die Brust der Heiligen, die in Gewänder in Farben der spanischen Krone gekleidet ist. Diese bewusste Wahl sollte die adelige Abstammung der Figur betonen und verstärken.

 

Adresse

Musée du Louvre
Rue de Rivoli
75001 Paris

 

 

 

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