"Die 50er Jahre. Mode in Frankreich, 1947-1957" in Paris

Vom 12 Juli 2014 bis zum 02 November 2014
  • Christian Dior (Boutique), 1953-1954 / Jacques Fath, ca. 1947 / Grès, A/H 1956. Collection Palais Galliera

    Christian Dior (Boutique), 1953-1954 / Jacques Fath, ca. 1947 / Grès, A/H 1956. Collection Palais Galliera

    © Gregoire Alexandre

"Die 50er Jahre. Mode in Frankreich, 1947-1957" in Paris 10 avenue Pierre Ier de Serbie 75016 paris fr

In den 1950er Jahren sind Couture und Prêt-à-Porter nicht nur einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Frankreich, sondern gewissermaßen auch ein "Labor" für Mode. 

Die Ausstellungsstücke stammen aus der Kollektion des Palais Galliera, sowie von den berühmtesten Modeschöpfern und einigen heute vergessenen Modemarken (Jean Dessès, Madeleine Vramant, Lola Prusac). Die etwa 100 Modelle und Accessoires zeigen die Entwicklung der Silhouette von 1947 bis 1957, von der Geburt des New Look bis hin zum Ableben von Christian Dior und dem Aufstieg von Yves Saint Laurent.

Die Epoche gilt als goldenes Zeitalter der Haute Couture, in dem Paris seinen Titel als Hauptstadt der Mode zurückeroberte.

Anfang 1947 bringt Christian Dior die erste Kollektion seines Modehauses heraus. Er verwift dabei das gängige Bild der "breitschultrigen Soldaten-Frau" - der Krieg ist zu Ende! Von nun an prägen chice Frauen mit ausgeprägter Brust, flachem Bauch und betonter Taille, runden Hüften und weiten Röcken das Bild... Sofort nennt Carmel Snow, die Chefredakteurin von Harper's Bazaar, die Kolletkion "New Look". Die großzügig in Stoff verpackte Sanduhr-Silhouette ist ein Skandal und Erfolg zugleich und wird beispielhaft für die gesamte Dekade.

Aber auch konkurrierende Stile sind bemerkenswert: die Linie von Balenciaga, oft "Fass" genannt, die sich über den Rücken und um die Taille verbreitert oder auch, als Gegensatz zum New Look, die Linie von Chanel mit gerader Führung, die ab 1954 eine Trennung darstellt.

Die 50er Jahre stellen für die französische Haute Couture eine entscheidende Epoche dar, die nach der Krise von 1929 und dem 2. Weltkrieg zu neuem Leben erwacht, um unsterblich zu werden...

Es reicht schon, die Namen der großen Modehäuser aufzuzählen, die zu nationalen "Institutionen" geworden sind: Jacques Heim, Chanel, Schiaparelli, Balenciaga, Jacques Fath - um einige der ältesten zu nennen; Pierre Balmain, Christian Dior, Jacques Griffe, Hubert de Givenchy, Pierre Cardin... Paradoxerweise beruht die Stärke der französichen Mode gleichermaßen auf dem Prestige dieser Namen, die für Luxus und Innovation stehen, und dem Fachwissen, das nötig war, um das revolutionäre Prêt-à-Porter hervorzubringen.

Preise

  • Normaltarif 8 € / Ermäßtiger Tarif 6 €
  • Jugendtarif (14-26 ans) 4 €
  • Gratis für Kinder bis 13 Jahre

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