Jakobswege in Frankreich

  • Pilger entlang des Jakobswegs erkennt man am Symbol der Jakobsmuschel

    Pilger entlang des Jakobswegs erkennt man am Symbol der Jakobsmuschel

    © Atout France/Pascal Gréboval

Jakobswege in Frankreich

Die beliebten Jakobswege wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt – zum einen für ihre spirituelle Bedeutung als Pilgerwege, zum anderen aber auch für ihre außergewöhnliche Ansammlung an historischen Sehenswürdigkeiten entlang der Route.
Diese Pilgerreise zu Fuß über hunderte von Kilometern hat sich im 21. Jahrhundert als wichtigste ihrer Art etabliert. Natürlich handelt es sich vordergründig um die Reise zu einer heiligen Stätte in Spanien, doch die 4 Strecken verlaufen zu einem guten Teil durch französisches Gebiet, das ebenfalls reich an wichtigen katholischen Stätten ist.

Vier historische Jakobswege in Frankreich

Die angegebenen Distanzen der Fernwanderwege beziehen sich auf den französischen Teil der Strecke.

  • Via Turonensis, die in Tours beginnt (es gibt auch Varianten ab dem Mont-Saint-Michel oder ab Paris) – 885 km
  • Via Lemovicensis, ab Vézelay – 800 km
  • Via Tolosona, ab Arles – 525 km
  • Via Podiensis, ab dem Puy-en-Velay (gilt als attraktivste Strecke) – 730 km

Entdecken Sie die Via Podiensis, alias GR 65

Der Weg des Puy-en-Velay ist die von Wanderern bevorzugte Strecke und entspricht nun Dank der Markierungen dem GR 65. Seine Beliebtheit rührt von der großen Auswahl an herausragenden Sehenswürdigkeiten und Gebäuden. Die Strecke führt durch die Gebiete Cantal, Aveyron, Périgord, Gers und das Baskenland. Einige Schlüsseletappen: die Abtei von Conques, die mittelalterliche Burg von Figeac, die Stadt von Cahors oder das Refugium von Rocamadour.

Traditionen und Symbole

  • Pilger nach Compostela trugen traditionellerweise eine Pelerine (ein großer Umhang mit Kapuze) und ein Bordun (ein Stock, dessen Ende mit Eisen beschlagen ist).
  • Die Wege sind mit einer Jakobsmuschel gekennzeichnet. Diese wurde früher als offizielle Bestätigung, dass man die Reise geschafft hatte, an den Stränden von Gallizien bei Compostela gesammelt. Heute handelt es sich um ein stilisiertes Logo in Blau und Gelb.

Die Wege und die UNESCO Welterbestätten

Seit 1998 sind 70 religiöse Gebäude durch die UNESCO klassifiziert, wie etwa die verkannte Kirche von Saint-Avit-Sénieur (in der Dordogne) oder die Kirche Saint-Hilaire/Melle (in Poitou-Charente).

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