Die französische Atlantikküste

  • Junge Surferin an der Atlantikküste bei Hossegor

    Junge Surferin an der Atlantikküste bei Hossegor

    © ATOUT FRANCE - Aquashot

  • Leuchtturm von Saint Nazaire an der Loire-Mündung

    Leuchtturm von Saint Nazaire an der Loire-Mündung

    © ATOUT FRANCE - D. Gallon-Dangal

  • Leuchttürme auf der Ile de Ré

    Leuchttürme auf der Ile de Ré

    © ATOUT FRANCE - R-Cast

  • Surfspot "Chambre d'Amour" bei Anglet, im Hintergrund Biarritz

    Surfspot "Chambre d'Amour" bei Anglet, im Hintergrund Biarritz

    © ATOUT FRANCE - Aquashot

Die französische Atlantikküste Biscarrosse fr

Man könnte fast meinen, man wäre in Kalifornien gelandet, wenn man an der französischen Atlantikküste eintrifft. Denn „Surf, Beat & Fun“ oder „Good Vibrations“ gehören auch hier zum Lebensgefühl. Auch die Wellen rollen an den Stränden der Atlantikküste genauso schön. Aber anders als „drüben“ im Pazifik steckt der Landstrich zwischen der Südgrenze der Bretagne und Spaniens Nordgrenze voll Charme und Geschichte. Und auch die Esskultur hat mehr zu bieten als Burger mit Pommes - immerhin hat Frankreich einen Ruf als Nummer 1 in Sachen Gastronomie zu verteidigen. Ein weiterer Pluspunkt - von Österreich aus erreichen Sie die Atlantikküste völlig unkompliziert per Flugzeug und Bahn oder mit dem eigenen Auto - ganz, wie Sie möchten...

Highlights an der französischen Atlantikküste

  • Salzsümpfe der Guérande-Halbinsel (Region Pays de la Loire/Loiretal Atlantik). Das von hier stammende Salz genießt in Frankreich einen legendären Ruf.
  • Im Schloss von Pornic (Region Pays de la Loire) begegnen Sie vielleicht dem Geist von Gilles de Rais, auch bekannt als "Blaubart".
  • Im Aquarium von La Rochelle (Region Poitou-Charentes) können Sie die schönsten und größten europäischen Fischarten bestaunen.
  • Das Fort Boyard (Region Poitou-Charentes) ist in Frankreich durch eine gleichnamige Fernsehsendung bekannt. Boote bringen Sie von Boardville oder Fouras aus zu dieser Festungsinsel aus dem 19. Jahrhundert.
  • Die Halbinsel Médoc (Region Aquitanien), wo Sie in der Winery, einem zeitgenössischen Stahl- und Glasgebäude, die wichtigsten Begriffe der Oenologie erklärt bekommen.
  • Das Bassin d'Arcachon (Region Aquitanien) mit Pfahlhütten, Häfen und malerischen Orten.
  • Die Dune du Pyla (Region Aquitanien) ist mit 114 Metern die höchste Wanderdüne Europas.
  • Mit 7000 m² Fläche und 25 Panorama-Aquarien widmet sich das Musée de la Mer in Biarritz (Region Aquitanien) der faszinierenden Unterwasserwelt. Die Cité de l'Océan et du Surf dreht sich um alles, was es auf und unter Wasser zu entdecken gibt. 
  • Das Château d'Antoine in Hendaye (Region Aquitanien), ein neogotischer Bau, beinhaltet auch ein Observatorium und eine Kapelle. 
  • Der Lac de Biscarrosse (Region Aquitanien) ist mit seinen etwa 25°C Wassertemperatur im Sommer eine Alternative für alle, denen der Atlantik zu kalt ist.

Die Küste der Region Pays de la Loire

Touristisch gesehen beginnt die französische Atlantikküste an der Halbinsel von Guérande mit ihren berühmten Salzsümpfen. Diese enden im Südwesten an der Halbinsel von Pornic, einem malerischen Hafenort mit Fachwerkbauten. Am Beginn der Badesaison findet man an der Côte d'Amour in Orten wie La Baule oder Pornichet mildes Klima und wundervolle Strände auf 9 km Länge vor - traumhafte Fotomotive garantiert! Das 345m lange Kreuzfahrtschiff Queen Mary II wurde in der Werft von Saint-Nazaire getauft. Das Château von Gilles le Rais in Pornic dominiert die Baie de Bourgneuf.

Die „Küste des Lichts“ (Côte de Lumière) verdankt ihren Namen einer Sonnenscheindauer, wie man sie sonst nur am Mittelmeer erwarten kann. Geografisch reicht sie im Département Vendée vom Badeort Saint Jean de Monts über den Startort der geradezu legendären „Vendée Globe“ (Regatta für Einhandsegler rund um den Globus), Sables d’Olonne, bis nach La Tranche-sur-Mer.

Die Küste von Poitou-Charentes

Die mächtigen Befestigungsanlagen des Hafens brachten La Rochelle den Beinamen „Tor zum Ozean“. Weiter südlich befindet sich Châtelaillon-Plage mit seinem Naturschutzgebiet der Yves-Sümpfe am Eingang zur Gironde-Bucht. Die sogenannten „Carrelets“, große Netze, die von Pfahlhüttenaus zu Wasser gelassen werden, können Sie in Saint-Palais-sur-Mer bewundern. Der 1950 rekonstruierten historischen Bausubstanz verdankt Royan das Label „Ville d’Art et d’Histoire“.

Die Küste von Aquitanien

An der Silberküste (Côte d'Argent) von Aquitanien liegt Lacanau, Austragungsort spektakulärer Surfwettbewerbe. Die 53 Meter Höhe des Leuchtturms bei Lège Cap Ferrat garantieren, dass man die Übersicht über den Ozean, das Becken von Arcachon und die Dune de Pyla behält. Biscarrosse verfügt genau wie Mimizan gleich über zwei Seen. Hossegor und Capbreton an der Côte Basque (Baskischen Küste) lassen Surferherzen höher schlagen. Im Hinterland liegt mit dem Forêt de Pins Maritimes des Landes de Gascogne der größte Wald Europas.

Der "Sonnenkönig" Ludwig XIV. gab 1660 Maria-Theresia von Spanien in der Kirche von Saint-Jean de Luz das Jawort. Und damit sind wir im Baskenland angekommen, das mit seinen hübschen weiß-roten Fachwerkhäusern ebenfalls tolle Motive fürs Urlaubsalbum liefert. Zu den traditionellen Sportarten Rugby und Pelota gesellt sich in Anglet oder Biarritz schon seit Längerem das Surfen. Der geniale Festungs-Architekt Vauban entwarf die Anlagen von Bayonne (neben vielen anderen Festungsanlagen in ganz Frankreich). Am Ende einer reizvollen „Corniche“ liegt Hendaye in einer Bucht, deren anderes Ufer schon zu Spanien gehört.

Inseln im Atlantik

Was wäre die Westküste Frankreichs ohne ihre bezaubernde Inselwelt… Dünen, lichtdurchflutete Steineichenwälder, Salzsümpfe und ein fabelhaft mildes Klima: die Markenzeichen der Ile de Noirmoutier (Pays de la Loire). Früher diente die Insel häufig als Unterschlupf für Korsaren und Abenteurer. Heute ist sie durch die Passage du Gois bei Ebbe mit dem Festland verbunden.

Die Ile d’Yeu (Pays de la Loire) ist am weitesten von der Küste entfernt. Ihr Reichtum an Sehenswürdigkeiten macht sie zu einem echten Freilichtmuseum: die Dolmen des Petits Fradet und von Planche à Puare, die Leuchttürme des Hafens, das Fort Pierre Levée, aber auch das Vieux Château, das dem Zeichner Hergé als Vorlage des Château de l’Ile Noire in einer seiner „Tim und Struppi“-Comics gedient haben soll.

Auf der Ile de Ré (Poitou-Charentes) verfügen viele französische Prominente über einen mehr oder weniger groß ausfallenden Wohnsitz. Wer sich dies nicht leisten kann, erfreut sich einfach an den immensen Dünen, weiten Wäldern mit Fischteichen und optimalen Bedingungen für Wassersportarten jeglicher Art. Motorisiertes Fortbewegen ist auf der Ile d’Aix (Poitou-Charentes) untersagt. Man besichtigt dieses naturbelassene Paradies zu Fuß, mit dem Rad und der Kutsche oder einem Boot.

Nach Korsika ist die Ile d’Oléron (Poitou-Charentes) die zweitgrößte Insel Frankreichs. Die Einheimischen hier leben von der Austernzucht und Feriengästen, die hier eine intakte Natur mit Wäldern und Salzsümpfen vorfinden. Um die Vögel der Insel nicht allzu sehr zu stören, ist man auch hier zumeist mit dem Fahrrad unterwegs.