Das Picasso-Museum in Paris

  • Blick auf das Picasso-Museum im Masion Salé in Paris

    Blick auf das Picasso-Museum im Masion Salé in Paris

    © Musée Picasso Paris - Béatrice Hatala

  • Innenhof des Picasso-Museums

    Innenhof des Picasso-Museums

    © Musée Picasso Paris - Béatrice Hatala

  • Blick auf die außergewöhnliche Architektur des Picasso-Museums in Paris

    Blick auf die außergewöhnliche Architektur des Picasso-Museums in Paris

    © Musée Picasso Paris - Béatrice Hatala

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Das Picasso-Museum in Paris Rue de Thorigny 75003 Paris fr

Das Picasso Museum in Paris gehört zu den wichtigsten Museen der französischen Hauptstadt. Es befindet sich im Hôtel Salé (der Name geht zurück auf den Erbauer des Stadthauses, Pierre Aubert, einem Einnehmer der Salz-Steuer)  im 3. Arrondissement von Paris. Nach mehrjährigen Umbauarbeiten eröffnete es im November 2014 wieder seine Pforten.

Die Kollektion des Museums zählt mehr als 5000 Werke, darunter Zeichnungen, Skulpturen, Keramiken und Drucke, sowie mehrere Tausend Stücke aus dem privaten Archiv und die private Kunstsammlung Picasso's mit Werken von Cézanne, Gauguin, Matisse, Renoir uvm.

Ein besonderer Ort mit einer bewegten Geschichte

"Das größte, das aussergewöhnlichste, um nicht zu sagen das extravaganteste der großen Häuser des 18. Jahrhundert" So urteilte Bruno Foucart, Kunst- und Architekturhistoriker bereits 1985 über das Hôtel Salé, das seit 1968 als Monument historique klassifiziert ist. Nicht nur das Museum ist einen Besuch wert, auch das architektonische Ensemble lässt staunen. Als Beispiele seien die mit Glycinen geschmückte Pergola sowie die von den Geschwistern Desjardins entworfene Haupttreppe genannt.

Pierre Aubert und seine Salz-Steuer haben dem Ort zwar seinen Namen gegeben, dennoch war der eigentliche Aufenthalt Auberts von 1659 bis 1663 nur von kurzer Dauer. Im Anschluss erlebte der Prachtbau eine wechselhafte Geschichte: Heimat der Botschaft von Vendig, Depot für die literarische Produktion während der Französischen Revolution, im 18. Jahrhundert umgestaltet zu einer Pension (häufiger Gast war übrigens Balzac), Sitz der zentralen Schule für Kunst und Handwerk, Ausstellungsort des Schmuckschmiedes Henri Vian (Großvater des Künstlers Boris Vian), Sitz der Kunsthochschule von Paris. 1964 schließlich ging das Gebäude in Staatsbesitz über bis es im Jahre 1985 das erste Mal seine Pforten in seiner neuen Funktion als Picasso-Museum öffnete.

Die Entstehung des Museums

Die Entstehung des Museums geht im Wesentlichen zurück auf zwei Schenkungen: Die private Kunststammlung wurde 1979 durch seine Erben an das Museum gestiftet, 1990 wiederrum hinterließ Jacqueline Picasso, die zweite Ehefrau des Malers, dem Musem eine weitere Stiftung. Diesem Beispiel folgten ebenfalls viele Freunde und Bekannte des Meister, die ihrerseits Zeichnungen und Gemälde an das Museum und die Öffentlichkeit übergaben. Auf diesem Wege konnten die Erben nicht nur die Erbschaftssteuer entrichten, die Übergabe der Werke an die Öffentlichkeit war auch Wunsch des Künstlers.

2009 - 2014: Jahre des Umbaus

Insgesamt fünf Jahre dauerten die Renovierungsmaßnahmen an. Ziele der Arbeiten waren die Instandhaltung des historischen Ortes, aber auch die Umstrukturierung der Ausstellungsräume. Um die Wirkung der Kunstwerke zu erhöhen, wurde unter der Leitung von Stéphane Thouin (Leitender Architekt der Monuments historiques), Roland Simounet und dem Architekturbüro Bodin & associés die Raumverteilung neu gedacht und geplant. "Luftig" sollte der Ort erscheinen um den Kunstwerken, aber auch den Besuchern mehr Raum zu gönnen. Entstanden ist so ein "neuer Blick" auf die Kunst (Laurent Le Bon, Museumsleiter).

Heute erwarten den Besucher 37 Ausstellungssäle auf einer Fläche von 3 000 qm.

Die Sammlung

Die Sammlung des Museums gilt als eine der wichtigsten Picasso-Sammlung der Welt. Sie beinhaltet bedeutene Meisterstücke und gibt einen imposanten Überblick über die künstlerische Vielfalt Picasso's. Neben seinem gemalten Werk, werden seine bildhauerische Arbeiten, graphischen Werke und Radierungen gezeigt. Archiv, Bibliothek und Dokumentation geben mit Hilfe von Fotos, Manuskripten, Briefwechseln und vielen mehr einen Einblick in die private Lebenswelt des Künstlers.

Museumspädagogischer Auftrag

Das Musée Picasso setzt sich besonders für die Aus- und Weiterbildung von Schülern ein. An 3 Vormittagen in der Woche, jeweils von 9:30 bis 11:30, ist das gesamte Museum für Schulklassen reserviert. Lehrer können pädagogische Materialen direkt beim Museum anfordern, es werden außerdem Weiterbildungen für Lehrkörper angeboten werden.

Neben dem individuellen Besuch der Sammlung werden Konferenzen und thematische Führungen angeboten werden. Empfangsbereich und Restaurant können außerdem für private Veranstaltungen gemietet werden.

Praktische Infos

Öffnungszeiten:  Montags geschloßen, Werktags: 11:30 - 18:00 (von 09:30 - 11:30 für Schulklassen reserviert), Wochenende:  09:30 - 18:00, jeden dritten Samstag im Monat bis 21:00 Uhr

Eintrittspreise: 11€, ermäßigt: 8€  (Studenten unter 26 J., Inhaber eines Schwerbehindertenausweises), Lehrer und Arbeitslose haben freien Eintritt. Jeden 1. Sonntag des Monats kostenloser Eintritt für alle Besucher

Anfahrt

Metro: Linie 1:  Station Saint-Paul, Linie 8: Station Saint-Sébastien-Froissart oder Chemin Vert

Kontakt:

Musée Picasso Paris
5 rue de Thorigny
75003 Paris
Tel.: 0033 1 42 71 25 21
E-Mail: contact@museepicassoparis.fr

 

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