Centre Pompidou in Paris

  • Die Vorderseite des Centre Pompidou. Treppen und Beförderungsrohre sind rot bemalt.

    Die Vorderseite des Centre Pompidou. Treppen und Beförderungsrohre sind rot bemalt.

    © Atout France - Phovoir

  • Alle Funktionselemente sind sichtbar an der Außenseite des Centre Pompidou angebracht

    Alle Funktionselemente sind sichtbar an der Außenseite des Centre Pompidou angebracht

    © CRT Paris Ile-de-France-Gilles Targat

  • Der Vorplatz des Centre Pompidou im 4. Arrondissement von Paris

    Der Vorplatz des Centre Pompidou im 4. Arrondissement von Paris

    © CRT Paris Ile-de-France-Gilles Targat

Centre Pompidou in Paris Paris fr

Menschen aller Gesellschaftsschichten freien Zugang zum Wissen und zur zeitgenössischen Kultur ermöglichen – das ist das Ziel des Centre national d’art et de culture Georges Pompidou, kurz Centre Pompidou oder Centre Beaubourg genannt. Die Idee zur Gründung eines repräsentativen Museums für die Kunst des 20. Jahrhunderts existierte bereits in der De-Gaulle-Ära, umgesetzt wurde sie allerdings erst von Charles de Gaulles Nachfolger Georges Pompidou. Unter anderem wollte der Staatspräsident mit einem solchen Museum die internationale Bedeutung der französischen Hauptstadt als Metropole der zeitgenössischen Kunst sichern, die sie an New York zu verlieren drohte. Pompidous Nachfolger Valéry Giscard d’Estaing eröffnete das Centre Pompidou am 31. Januar 1977.

Centre Pompidou war anfangs umstritten

Auf dem Gelände des früheren Großmarkts Les Halles im 4. Arrondissement errichtet, ist das Centre Pompidou nicht zuletzt für seine extravagante Architektur aus der Feder von Renzo Piano, Richard Rogers und Gianfranco Franchini bekannt: Tragwerk, Rolltreppen und Rohre für die Gebäudetechnik sind von außen sichtbar an den Fassaden angebracht – was dem Centre Pompidou Spitznamen wie „Notre Dame der Rohre“ oder „Ölraffinerie“ einbrachte. Unter Kulturschaffenden anfangs heftig umstritten, fand es in der Bevölkerung auf Anhieb großen Anklang. Bald kamen im Schnitt 25.000 Besucher pro Tag – fünf Mal so viele, wie man erwartet hatte. Ab Ende 1997 wurde es mehr als zwei Jahre lang renoviert.

Einrichtungen des Centre Pompidou

  • Musée national d’art moderne / MNAM (Museum moderner Kunst) mit bedeutenden Kunstwerken des 20. Jahrhunderts und Centre de création industrielle (Zentrum für Industrie-Design),
  • Bibliothèque publique d’information mit 380.000 Büchern, einem Lesesaal mit 2200 Sitzplätzen und einer Mediathek,
  • Bibliothèque Kandinsky mit Literatur über die Kunst des 20. Jahrhunderts,
  • zwei Kinosäle, ein großer Veranstaltungssaal und ein kleiner Konferenzsaal,
  • in unmittelbarer Nähe zum Centre Pompidou gelegen: das Institut de recherche et coordination acoustique/musique / IRCAM (Musikforschungsinstitut) und das Atelier Brancusi, das dem aus Rumänien stammenden Bildhauer Constantin Brancusi (1875 - 1957) gewidmet ist.

Veranstaltungen im Centre Pompidou

Das Centre Pompidou ist Veranstaltungsort zahlreicher Festivals. Dazu gehören unter anderem:

  • Festival „Hors piste“ zum Thema „Neue Bildpraktiken“ im Januar,
  • Festival „Cinéma du réel“ über den Dokumentarfilm im März,
  • Festival „Vidéodanse“ im Oktober/November.

Außerdem sind hier zahlreiche Ausstellungen zu wechselnden Themen zu sehen, und rund um das Centre Pompidou treten zahlreiche Straßenkünstler auf. Seit Mai 2010 hat das Centre Pompidou eine Außenstelle in Metz.

Adresse

Centre Pompidou

Place Georges Pompidou, Paris 4

F - 75191 Paris cedex 04

Telefon 0033 (0)1 44 78 12 33

Öffnungszeiten

  • Centre Pompidou: mittwochs bis montags 11 bis 21 Uhr (Heiligabend und Silvester bis 19 Uhr), Kassen schließen um 20 Uhr, dienstags und am 1. Mai geschlossen
  • Atelier Brancusi: mittwochs bis montags 14 bis 18 Uhr, dienstags geschlossen
  • Bibliothèque publique d’information: montags bis freitags 12 bis 22 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 22 Uhr
  • Bibliothèque Kandinsky: mittwochs bis montags 11 bis 17.30 Uhr; dienstags, zwischen Weihnachten und Neujahr sowie den gesamten August über geschlossen

Eintrittspreise

  • Museum und Ausstellungen: je nach Saison 13 bzw. 11 Euro (ermäßigt 10 bzw. 9 Euro), Eintrittskarten gelten für alle Ausstellungsflächen, fürs Museum und den Zutritt zum Panoramablick; freier Eintritt für alle an jedem ersten Sonntag im Monat; freier Eintritt für unter 18-Jährige an allen Tagen, freier Eintritt nur zum Museum für alle unter 26-Jährigen (nach Erhalt eines Gratis-Tickets an der Kasse)
  • Panoramablick vom 6. Stockwerk aus: 3 Euro
  • Veranstaltungen: 14 Euro (ermäßigt 10 Euro)
  • Kino: 6 Euro (ermäßigt 4 Euro), keine Kartenreservierung möglich
  • Führungen: 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 Euro); Führungen durchs Museum sind kostenlos und finden an jedem ersten Sonntag im Monat um 15.30 Uhr sowie an allen anderen Sonntagen um 16 Uhr statt; samstags um 15.30 Uhr werden Führungen durch die jeweiligen Wechselausstellungen angeboten
  • Paris Museum Pass: ermöglicht den Besuch von 60 Museen und Denkmälern in Paris und der gesamten Region Île de France, darunter das Musée national d’art moderne; Preis: 42 Euro für zwei, 56 Euro für vier und 69 Euro für sechs aufeinanderfolgende Tage; ist im Centre Pompidou erhältlich

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