Bonifacio (Korsika)

  • Bonifacio

    © Atout France - Robert Palomba

    Bonifacio

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  • Bonifacio thront hoch oben auf imposanten Kreidefelsen

    © Dusan Zidar - shutterstock.com

    Bonifacio thront hoch oben auf imposanten Kreidefelsen

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  • Hafen von Bonifacio

    © Atout France - Phovoir

    Hafen von Bonifacio

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Bonifacio (Korsika) Bonifacio fr

Bonifacio ist die meistbesuchte Stadt von Korsika und thront hoch oben, wie ein Wachposten, auf den imposanten Kreidefelsen des südlichsten Zipfels von Korsika. Schon Odysseus scheint diese Gegend gefallen zu haben, legte er doch angeblich an der Stelle an, an der heute der Hafen Bonifacios liegt.

In 60 Meter Höhe thront die Stadt auf einem Kalksteinplateau, an dem im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit genagt hat: Das Meer hat die Felsen derart unterspült, dass die auf ihnen erbauten Häuser beinahe zu schweben scheinen. Gleichzeitig bilden die zerklüfteten hellen Felsen einen atemberaubenden Kontrast zu den sie umspülenden blau-grünen Wellen.

An der äußersten Südspitze Korsikas gelegen, ist Bonifacio nur 12 Kilometer von Sardinien entfernt. Täglich fahren vom Hafen Fähren und Ausflugsboote hinüber zu der italienischen Nachbarinsel, die beinahe zum Greifen nahe erscheint, so deutlich funkeln nachts ihre Lichter im schwarzen Meer.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

  • Bucht von Bonifacio: Tatsächlich hat die Natur Bonifacio außergewöhnlich reich beschenkt. Die Stadt auf dem Kreidefelsen liegt auf einer Art Halbinsel, die auf der einen Seite dem offenen Meer trotzt, auf der anderen eine etwa 1600 Meter lange Bucht bildet, ein natürlicher Hafen. Von dem aus kann man ohne weiteres zu Fuß die schönen Strände der Bucht erreichen, die Plage de l'Arinella oder Plage de la Catena.
  • Die Altstadt: Ein Gang durch die engen Gassen der Altstadt lässt die tausendjährige Geschichte Bonifacios lebendig werden. Schmale, hohe Häuser drängen sich dicht an dicht, ein wahrer Schutzschild gegen die Angriffe früherer Zeiten, die engen und steilen Treppenaufgänge konnten bei Gefahr von einer einzigen Person bewacht werden. Daneben zeugen Patrizierhäuser mit vielfältigen Verzierungen und Wappen von anderen, späteren Zeiten, in denen der Reichtum in Bonifacio seinen Einzug gehalten hatte.
  • Auch die Treppe des Königs von Aragon hat eine lange Vergangenheit: Der Legende nach sollen seine Soldaten während der Belagerung im Jahre 1420 in einer einzigen Nacht 187 Treppenstufen ins Gestein geschlagen haben; in Wirklichkeit ist die Treppe aber schon um einiges älter. 
  • Kirche Ste-Marie-Majeure: das älteste Gebäude der Stadt, deren Bau im 12. Jahrhundert begonnen wurde. In ihrer Loggia trafen sich einst die Alten, um über die Geschicke der Stadt zu sprechen.
  • Man sollte sich Zeit nehmen für einen Bummel durch Bonifacio, denn viel gilt es zu entdecken: die belebte Rue Doria, die alten Befestigungsanlagen, kirchliche Gebäude und natürlich die Marina, den Hafen an diesem unbeschreiblich türkis schillernden Wasser.
  • Mündung von Bonifacio: Das Naturschutzgebiet der Mündung von Bonifacio umfasst sowohl den Küstenbereich als auch außergewöhnliche Unterwassergebiete, beispielsweise der Lavezzi-Inseln und natürlich die Klippen von Bonifacio.

Veranstaltungen

  • Prozessionen der Karwoche (Woche vor Ostern): Die Bruderschaften von Saint Barthélemy, Sainte Marie-Madeleine, Saint-Erasme, Sainte-Croix und Saint-Jean-Baptiste organisieren eindrucksvolle Prozessionen durch die Stadt. Jede Prozession wird durch einen hölzernen, mit Heiligenfiguren verzierten Reliquienschrein symbolisiert, dieser wird von mehreren Männern getragen. Die bedeutendsten Prozessionen finden am Donnerstag und Freitag vor Ostern statt. Die Streckenführung des Prozessionszugs kann im Vorfeld beim Office de Tourisme erfragt werden.
  • Jeudi polyphonique (jeden Donnerstag von April bis Oktober): Jeder, der die korsischen Traditionen erleben will, sollte mindestens ein Mal diesen Konzerten beigewohnt haben. Von April bis Oktober werden jeden Donnerstag in der Kirche St-Dominique diese typisch korsischen, mehrstimmigen Gesänge aufgeführt. Die korsischen Chöre und Künstler Arapà, Meridianu, I Campagnoli, Alba, Ucchjata, Barbara Furtuna stellen ihr Können unter Beweis. Ursprünglich handelt es sich bei den "Chants polyphonique" um Gesänge der Hirten, die damit ihr Leben erzählten. Die UNESCO nahm diese Gesänge 2009 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes auf.

Anreise

Mit dem Auto bzw. der Fähre: Fährverbindungen nach Porto-Vecchio ab Nizza und Toulon (Corsica Ferries), ab Marseille (Corsica Linea)

Weitere Informationen

Office de Tourisme de Bonifacio
2, rue Fred Scamaroni
F-20169 Bonifacio
Tel.: +33 (0)4 95 73 11 88
E-Mail: info@bonifacio.fr
Öffnungszeiten:
November bis März: Montag bis Freitag 9-16 Uhr
April bis Juni, September: täglich 9-18 Uhr
Juli, August: täglich 9-20 Uhr
Oktober: Montag bis Freitag 9-17 Uhr