Arenen von Arles

  • Arenen von Arles

    © CRT PACA - R. Schetter

    Arenen von Arles

    © CRT PACA - R. Schetter

Arenen von Arles 13200 ARLES fr

Macht Platz den Gladiatoren

Das römische Amphitheater von Arles, „Les Arènes d‘Arles“ ist eines der bedeutendsten Monumente aus der Römerzeit. Es wurde um das Jahr 90 n. Chr. erbaut und im 5. und 6. Jahrhundert zu einer befestigten Stadt erweitert. Im 19. Jahrhundert wurde diese wieder in die Form der ursprünglichen Arena zurückgebaut.

Bedeutende kulturelle Stätte

Der Innenraum misst 136 mal 107 Meter. Damit ist das Amphitheater von Arles etwas größer als das Amphitheater von Nîmes. Bis zu 21.000 Zuschauer fanden hier Platz. Die 69 mal 40 Meter breite Spielfläche – die Arena – war von den Zuschauerrängen durch eine Mauer getrennt und mit einer Holzplatte bedeckt. Unter dieser befanden sich die Maschinerie und die Käfige mit den wilden Tieren. Heute finden im Amphitheater Arles vor allem die „Courses Camarguaises“ statt. Bei diesen Stierkämpfen geht es darum, an dem Tier angebrachte Trophäen geschickt zu ergattern, nicht darum, den Stier zu töten. Außerdem dient die Arena als Austragungsort für Theater- und Musikaufführungen. Seit 1840 ist die Arena von Arles als „Monument historique“ (nationales Baudenkmal) klassifiziert und seit 1981 als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen.

Eine ausgeklügelte Architektur

Das Amphitheater ist ellipsenförmig gebaut. Die Fassade besteht aus zwei Ebenen mit 60, durch Pfeiler getrennten Rundbögen. Der Haupteingang befand sich früher auf der Westseite (heute an der Nordseite), wo noch die Relikte einer Treppe zur Stadt hinunter zu sehen sind. Der Zuschauerbereich bestand aus 34 Sitzreihen, die in vier Bereiche unterteilt waren: die so genannten „maeniana“, in die die Zuschauer nach ihrem sozialen Rang eingeteilt wurden. Damals konnten hier geschätzt 21.000 Personen Platz finden. Ausgeklügelte Rundgänge, horizontale Durchgänge und versetzte Treppen ließen diese Zuschauermenge problemlos zu ihren Sitzreihen gelangen. Im Erdgeschoss ist die Außengalerie besonders sehenswert, da sie mit großen monolithischen Bodenplatten bedeckt ist. Hier befindet sich der Zugang zu einer Innengalerie mit Rundbögen, die wiederum zu dem ersten Maenianum und dem unteren Teil des zweiten Maenianum führt. Von der Außengalerie führen Treppen zu den weiteren Zuschauerbereichen. An einer Attika (heute nicht mehr vorhanden) oberhalb der Fassade wurden damals Masten angebracht mit einem Segel, das die Zuschauer vor der Sonne schützte. Die Arena selbst war von der Tribüne durch eine Mauer getrennt. Der Boden war mit einer Holzplatte bedeckt. Unterhalb dieser befand sich die Maschinerie, die für die Spektakel notwendig war.

Praktische Informationen

Öffnungszeiten

  • April und Oktober: 9.00-18.00 Uhr
  • Mai bis September: 9.00-19.00 Uhr
  • November bis März: 10.00-17.00 Uhr

Das Amphitheater ist am 1. Januar, am 1. Mai, am 1. November und am 25. Dezember geschlossen. Auch an Veranstaltungstagen ist es für Besichtigungen nicht zugänglich.

Eintrittspreise

8,00 Euro (ermäßigt 6,00 Euro), in den Monaten Juli und August ist ein Aufpreis in Höhe von einem Euro zu zahlen. Kinder unter 18 Jahren erhalten kostenlos Zutritt.

Anreise

  • Mit dem Auto: Über Lyon: A7 bis Avignon Süd, dann über die N 570 in Richtung Arles
  • Mit dem Zug: vom Bahnhof Paris Gare de Lyon fährt ein TGV in ca. 4h nach Arles
  • Mit dem Flugzeug: der nächstgelegene Flughafen ist in Nîmes (24 km entfernt), er wird von Brüssel aus angeflogen. Nach Montpellier und Marseille gibt es Direktflüge von Deutschland. Nach Montpellier ab Basel-Mulhouse-Freiburg (Easyjet), Düsseldorf (Germanwings/ Eurowings, nur im Sommer), Frankfurt/Hahn (Ryanair), Frankfurt (Lufthansa, nur im Sommer), München (Lufthansa, nur im Sommer). Nach Marseille ab Berlin (Easyjet), Basel-Mulhouse-Freiburg (Twin Jet, nur im Sommer), Düsseldorf (Eurowings/Germanwings), Frankfurt (Lufthansa), München (Lufthansa). 

Kontakt

Rond-Point des Arènes
13200 Arles
E-Mail: contact@arenes-arles.com

Ähnliche Artikel