Abtei von Cluny

  • Abtei von Cluny

    Abtei von Cluny

    © Pierre-Jean Durieu - Shutterstock.com

  • Das Dach und die Fenster der Abtei von Cluny

    Das Dach und die Fenster der Abtei von Cluny

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  • Der Kirchturm der Abtei von Cluny

    Der Kirchturm der Abtei von Cluny

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  • Benediktinerkloser, Abtei von Cluny

    Benediktinerkloser, Abtei von Cluny

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Abtei von Cluny palais gélase 71250 Cluny fr

Im Benediktinerkloster der Abtei von Cluny wurde der Grundstein für die "cluniazenische Reform" gelegt, die das westliche Mönchstum von Grund auf veränderte. Das 910 gegründete Kloster erfreute sich an den großen Geistlichen des 12. Jahrhunderts und war zu dieser Zeit direkt dem Papst unterstellt, wodurch es weitesgehend seine Autonomie behielt.

Auf seinem Höhepunkt lebten in Cluny um die 400 Mönche. Heute lassen sich in Cluny lediglich noch zehn Prozent der ursprünglich größten christlichen Kirche entdecken, die im 18. Jahrhundert der Französischen Revolution zum Opfer fiel.

Von der größten Kirche zu Armut und Zerstörung

Architektonischer Überlegenheit

Um 1088 begann der Bau der dritten Klosterkirche von Cluny, (Cluny III). Der Geistliche Hugues de Semur (1049-1109) plante ein gewaltiges Bauwerk mit einer Länge von 187 Metern, das bis zum Bau des Petersdoms in Rom die längste Kirche bleiben sollte.

So entstand die Abtei von Cluny, die aus vier Seitenschiffen, zwei Querschiffen und einer Apsis mit Säulenumgang, an die fünf halbrunde Kapellen anschließen, bestand und somit den Höhepunkt der romanischen Kunst darstellte. Das Gebäude lässt bereits den Übergang zur Gotik erkennen.

Cluniazenische Reformbewegung

Bereits 910 ließen sich die ersten Mönche in Cluny nieder, um die Ordensregeln der Benedikter zu festigen und wieder genauer zu befolgen. Großes Augenmerk wurde dabei auf das Armutsgebot gelegt.

Durch die Autonomie der Kirche, die durch die Bindung an den Papst gewährleistet wurde, verfügte die Abtei von Cluny über die Möglichkeit Tochterklöster zu gründen, um ihre benediktinischen Ideale zu verbreiten.

Dadurch entstand eine Reformbewegung, die sich über ganz Europa ausbreitete, sodass schließlich 20 000 Mönche zu dem Verband der Cluniazenser zählten, was der Region zu wirtschaftlichen Aufschwung verhalf.

Zerstörung und Verarmung

Im 13. Jahrhundert wurde der Orden dann allerdings dem französischen König unterstellt, sodass die späteren Äbte nur noch Pfründeverwalter waren.

Im Laufe der Französischen Revolution wurde die Abtei dann schließlich verstaatlicht und als Steinbruch verwendet. Bis 1823 kam es dann zur systematischen Zerstörung des beeindruckenden Gebäudes. Heute ist nur noch ein südlicher Teil des Transepts erhalten, wodurch die Imposanz für die die Abtei im 12. Jahrhundert bekannt war, leider verloren ging.

Die im 18. Jahrhundert erbauten Klostergebäude wurden von den Zerstörungen verschont, genauso wie zwei Palais aus dem 15. Jahrhundert, der von Jean de Bourbon und der von Jacques d’Amboise. Im Innern des erstgenannten Palais richtete sich das Musée Ochier ein, in dem Relikte und Modelle des ehemaligen Klosters und des mittelalterlichen Städtchens aufbewahrt werden. In einem Schrank befinden sich die Marmorsäulen des Altarraums der Abteikirche und ihre Kapitelle, welche Meisterwerke der romanischen Skulptur darstellen.

Virtuelle Rundgänge durch die Vergangenheit

Obwohl bereits 18 Millionen Euro in die Renovierung der Kirche flossen, hält sich die Besucheranzahl leider immer noch in Grenzen, weswegen nun auf hochentwickelte Technik zurückgegriffen wird, durch die die mit dem Weltkulturerbe ausgezeihnete Abtei von Cluny der Bevölkerung und den Touristen wieder näher gebracht werden soll.

Zum 1100. Jubiläum der Abteikirche von Cluny wurde hierfür ein schwenkbarer Flachbildschirm errichtet, der das romanisch Bauwerk zu seiner Glanzzeit zeigt. Mithilfe dieses hochentwickelten Technik, konnte die Kirche am Computer komplett rekonstruiert werden, sodass Sie nun die Möglichkeit haben virtuelle Spaziergänge durch das ursprüngliche Gebäude zu tätigen, die Sie durch die 3D-Technik in das 12. Jahrhundert zurückversetzen. 

Ohne Preisaufschlag können Sie zudem Filmvorführungen beiwohnen, welche Ihnen ebenfalls den Zustand der Kirche im 12. und 13. Jahrhundert aufzeignen sollen.

Praktische Informationen

Die Tickets sind im Touristenbüro, im Palais Jean-de-Bourbon und im Centre des Monuments Nationaux erhältlich. Der im Eintrittspreis enthaltene Flyer über die Abtei von Cluny schlägt Ihnen drei verschiedene Routen vor, mit deren Hilfe Sie diese mittelalterliche Sehenswürdigkeit entdecken können.

Öffnungzeiten

  • April, Mai Juni & September: täglich von 9h30 bis 18h00 geöffnet
  • Juli & August: täglich von 9h30 bis 19h00 geöffnet
  • Oktober und März: täglich von 9h30 bis 17h00 geöffnet
  • 1. Januar, 1.Mai, 1. November, 11. November und 25. Dezember geschlossen

Preise

  • Normal: 11€ (mit Flyer)
  • Ermäßigt: 9€ (mit Flyer)
  • 1€ für EU-Mitglieder bis 26
  • Kombitickets (Abtei von Cluny + Palais Jean de Bourbon)
    • Normal: 9,50€
    • Ermäßigt: 6,50€
    • Gruppe (ab 20 Personen): 7,50€ pro P.

Anfahrt

  • Von Beaune oder Lyons aus: A6 Ausfahrt Mâcon Sud, weiter auf der N79 in Richtung Paray-le-Monial bis Berzé-le-Châtel une dort weiter auf der D980
  • von Bourges oder Mâcon aus: N79 bis Berzé-le-Châtel, weiter auf D980

Kontakt

Abbaye de Cluny
Palais élase
Place du 11 août 1944
71250 Cluny
Tel.: +33 (0)3 85 59 15 93
Fax: +33 (0)3 85 59 82 70
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