Nizza, die „grüne Stadt am Mittelmeer“

  • Riviera - Nizza - Baie des Anges

    Riviera - Nizza - Baie des Anges

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  • Riviera - Nizza - Blick vom Schlossberg

    Riviera - Nizza - Blick vom Schlossberg

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Nizza, die „grüne Stadt am Mittelmeer“ Nice fr

Nizza, die fünftgrößte Stadt Frankreichs und zweitgrößtes Touristenzentrum nach Paris erlebt momentan eine wahrhaftige wirtschaftliche, kulturelle, künstlerische und architektonische Revolution. Mit der Perspektive, aus der Hauptstadt der Côte d‘Azur die «grüne Stadt des Mittelmeers» zu machen, werden im Stadtzentrum 100 zusätzliche Hektar an Grünflächen erschaffen, die die Parks von Estienne d’Orves, Clua, Liserons und «Coulée verte» umschließen. Letztere ist ein langgezogener grüner Gürtel über 12 ha, der das Museum der modernen und zeitgenössischen Kunst (MAMAC) mit der berühmten Strandpromenade Promenade des Anglais verbinden wird und im September 2013 beendet ist. Eine besondere Herausforderung stellt die Wiederherstellung eines Baches dar, der entlang der Grünfläche in Richtung Platz Masséna fließen und  dann in einen See von 2.850 m2 Fläche münden soll. 128 Fontänen bilden eines der Highlights des ehrgeizigen Projekts. Das jährlich im Juli stattfindende Jazz-Festival wird künftighin auf dieser Grünoase abgehalten.

Auch der Bereich im Westen der Stadt auf dem Flachland des Flusses Var wird zu einem „Öko-Tal“ umgestaltet und ein Schulungs- und Forschungszentrum für Berufe der nachhaltigen Entwicklung und Ökologie, aber auch kulturelle Einrichtungen von Bedeutung beherbergen, sowie ein Stadion, das bereits vom 7. – 15. September 2013 als Austragungsort der Spiele der Frankophonie und der Fußball-EM 2016 fungieren wird.

Weitere Projekte:

Bis 2017 wird die berühmte Engelsbucht mit der Promenade des Anglais komplett umgestaltet: Palmenhaine, Stege über dem Meer, sehr designte Beleuchtung und eine Verkehrsreduzierung sind die bedeutenden Veränderungen, um den Fußgängern wie auch Sport- und Kulturveranstaltungen noch mehr Raum zu bieten.

Mittelfristige Projekte betreffen den Hafen und den Hochgeschwindigkeitszug TGV, sowie die neue Straßenbahnlinie 2, die vom Stadtzentrum entlang der Engelsbucht zum Flughafen fahren soll.

Die kulturelle Ausrichtung der Stadt wurde ebenfalls erheblich durch großangelegte Realisationen akzentuiert, wie die Sanierung der Schlachthöfe und deren Umwandlung in Künstlerateliers; das Fort des Mont Alban, das dem Publikum seine Türen öffnen wird, sowie die Krypta der Place Garibaldi; die Kreation eines Architektenzentrums Jean Nouvel im Fort des Mont Baron oder das nationale Sportmuseum, das künftig in einem Stadium mit 40.000 Plätzen untergebracht  wird…

Ein „grünes“ Verkehrsnetz:

Im Rahmen der Politik für nachhaltige Entwicklung, richtete die Stadt ein bedeutendes Fahrradwegnetz ein, 205 km Fahrradwege wurden schon eingerichtet. Eine Erweiterung ist geplant. Daneben stehen schon über 1.200 Fahrräder, «vélos bleus-die blauen Räder» für Ausflügler an den 120 installierten Stationen, alle 300 m, zur Verfügung. Immer wieder mit dem Willen, den Stadtverkehr zu reduzieren, stehen die Elektroautos als Carsharing zur freien Verfügung. Am Ende sollen über 200 Fahrzeuge der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Das Bus- und Straßenbahnnetz von Nizza Côte d’Azur Métropole ermöglicht durch das gesamte Territorium für 1,50 Euro pro Fahrt zu reisen (ausgenommen der Flughafenpendelbus).

Öko-Adressen:

Das von Matali Crasset entworfene Design-HI-Hotel hat sich seit seiner Eröffnung dem nachhaltigen Tourismus verschrieben, wie auch das Restaurant BIO SENSE, 6, rue Chauvain in der Nähe des Masséna-Platzes.