Greeters - Mit Einheimischen Frankreich erkunden

Greeters - Mit Einheimischen Frankreich erkunden

Greeter bieten für kleine Gruppen kostenlose Spaziergänge in Städten oder Regionen an. Sie sind ehrenamtlich tätig und zeigen Touristen auf individuelle Weise ihre Heimat, fernab von Menschenschlangen und traditionellen Sehenswürdigkeiten.


Greeter stammt von dem englischen Wort „to greet: begrüßen“ ab. Einheimische wollen Touristen ihr Viertel, ihre Stadt oder ihre Gegend näherbringen. Sie zeigen ihnen ihre Lieblingsorte, berichten von ihren Vorlieben und präsentieren ihre Geheimtipps.
Das Besondere bei diesen Spaziergängen: Es gibt keine geplante Route, der Greeter passt die Strecke an die Wünsche und Erwartungen der Gäste an. Verschiedene Themen können dabei den Schwerpunkt bilden: Kunst, Gastronomie, Geschichte, Shoppen, etc. Im Vordergrund steht der Dialog zwischen Greeter und Gast. „Komm als Gast – geh als Freund“, das ist das Motto der Initiative.

 

Die Idee kommt ursprünglich aus New York:  Lynn Brooks gründete dort 1992 das „Big Apple Greeter“- Netzwerk. Das schlechte Image der Millionenstadt sollte durch die persönliche Betreuung von Touristen verbessert werden. Das Konzept wurde ein weltweiter Erfolg. Auf  mittlerweile jedem Kontinent haben viele Städte ihr eigenes Greeter-Netzwerk gebildet. In Frankreich gibt es schon über 40 verschiedene Greeter-Programme, darunter in Paris, Marseille, Lyon, Nantes oder Pas-de-Calais. Viele Greeter-Programme haben sich in unabhängigen Vereinen organisiert, während andere mit den örtlichen Fremdenverkehrsämtern kooperieren.

Über www.greeters.online findet man die jeweiligen Angebote pro Stadt und Region.

 

Wer einen Greeter treffen möchte, muss zuerst ein Formular auf der jeweiligen Homepage ausfüllen. Darin gibt der Besucher an, welche Sprache er spricht, was ihn interessiert und ob er konkrete Wünsche  hat. Anhand dieses Formulars kann der jeweilige Verein den passenden Greeter aussuchen. Dieser nimmt dann direkt Kontakt mit den Kunden auf und vereinbart Ort und Datum für den gemeinsamen Spaziergang.

Greeter kennen im Allgemeinen nicht die ganze Stadt, sondern ein spezielles Viertel oder Informationen zu einem bestimmten Thema. Sie wollen professionelle Reiseführer nicht ersetzen, sondern den traditionellen Tourismus etwas persönlicher gestalten.

 

Als Tourist genießt man folgende Vorzüge:

  • Greeter arbeiten ehrenamtlich, sie bereiten den Besuchern einen freundlichen Empfang.
  • Alle Gäste sind willkommen, niemand wird diskriminiert.
  • Der Greeter geht individuell auf die Wünsche seiner Gäste ein.
  • Eine Stadt wird fernab der klassischen Touristenattraktionen erkundet.
  • Im Vordergrund steht der Kontakt mit Einheimischen.

 

Praktische Infos:

  • Der Spaziergang ist kostenlos, die Greeter dürfen kein Trinkgeld annehmen. Spenden für den jeweiligen Verein sind erlaubt.
  • Die Dauer der Spaziergänge variiert.
  • Eventuelle Ausgaben (Eintritt, Verpflegung, etc.) hat jeder Teilnehmer selbst zu tragen.
  • Eine Gruppe darf maximal aus 6 Personen bestehen. Mindestens eine Person muss volljährig sein.