Geschichte und Tradition in Neukaledonien

  • Centre culturel Tjibaou in Nouméa

    Centre culturel Tjibaou in Nouméa

    © Centre culturel Tjibaou- ADCK-Renzo Piano

  • Kinder auf der Insel von Maré

    Kinder auf der Insel von Maré

    © DIL S.Ducandas

Geschichte und Tradition in Neukaledonien Nouméa nc

Schmelztiegel von Geschichte und Kultur

Vor der Ankunft des britischen Seefahrers und Entdeckers James Cook im Jahr 1774 lebten hier bereits mehr als 300 Kanaken-Clans. Cook gab der Inselgruppe ihren Namen als eine Hommage an Schottland (Caledonia lautet die lateinisch-keltische Bezeichnung für Schottland). Neukaledonien liegt inmitten des Südpazifiks und erstreckt sich auf mehr als 500 Kilometern Länge. Zum Archipel gehören Grande Terre, die Bélep-Inseln, die Ile des Pins und die Loyalitätsinseln.

Der Archipel geriet schnell unter französischen Einfluss und wurde zur wichtigen Anlaufstelle für die Schifffahrt. In den großen Savannengebieten entwickelt sich ähnlich wie in Australien eine extensive Rinderhaltung mit großen, von reitenden Hirten betreuten Herden. Zahllose Petroglyphen (Steingravuren mit symbolischen und geometrischen Motiven), die sich vor allem an der Küste von Poya befinden, sind die stummen Zeugen einer uralten melanesischen Präsenz in diesem Gebiet. Das Musée de Nouvelle-Calédonie würdigt mit seinen wundervollen Sammlungen die elementare Schönheit dieser ursprünglichen Kunstform.

Trotz moderner Entwicklung werden die sozialen Beziehungen auf Neukaledonien noch immer von der Kultur der Ahnen und uralten Gepflogenheiten beeinflusst. Auch bei zahlreichen Festen kommt dies zum  Ausdruck. Die Wirtschaft der Region basiert vor allem auf den reichen Mineralvorkommen, vor allem Nickel. Als zweites „Standbein“ erweist sich der Tourismus, wenngleich auch der Reichtum des Meeres mit dem Thunfischfang noch eine wichtige Rolle spielt.

Unsere Empfehlung

Das Centre Culturel Tjibaou in Nouméa: Erbaut nach Plänen von Renzo Piano, der sich von melanesischen Hütten inspirieren ließ, zeichnet das Zentrum Kultur und Gebräuche der Kanaken sowie den Mythos der Erschaffung des ersten Menschen nach. Man kann dort nicht nur den mythischen Legenden lauschen, sondern sich auch von den Qualitäten der kanakischen Küche überzeugen!