Geschichte und Tradition auf den französischen Karibikinseln

  • Karneval auf Martinique

    Karneval auf Martinique

    © Comité Martiniquais du Tourisme FA

  • Kaffeebaum auf Martinique

    Kaffeebaum auf Martinique

    © Comité Martiniquais du Tourisme D Giral

  • Course de yôles in Martinique, Segelregatta

    Course de yôles in Martinique, Segelregatta

    © CMT / H. Salomon

  • Karnevalsumzug auf Guadeloupe

    Karnevalsumzug auf Guadeloupe

    © Jean Marc Lecerf, www.oceandimages.com, CMT / H. Salomon

  • Nachtleben auf Saint-Martin

    Nachtleben auf Saint-Martin

    © OT de Saint-Martin Laurent Benoit

  • Kreolische Häuser in Cayenne, Französisch-Guyana

    Kreolische Häuser in Cayenne, Französisch-Guyana

    © photo@ctguyane

Geschichte und Tradition auf den französischen Karibikinseln Grande-Terre gp

Die Geschichte der Karibikinseln

Die Arawaks, die ersten Bewohner der Karibik, stammten aus Südamerika, wurden aber von den karibischen Indianern stark dezimiert. Diese exzellenten Kämpfer und geschickten Seefahrer bevölkerten die Karibik zu der Zeit, als Cristoph Columbus 1493 vor Guadeloupe und 1502 vor Martinique eintraf. Aus dieser vorkolumbianischen Ära stammen die 220 Zeugnisse primitiver Kunst an den Fundstätten der „Roches Gravés“ (Felsgravuren). Auch das amerikanisch-indische Museum für Frühgeschichte dokumentiert diese Epoche eindrucksvoll. Rekonstruktionen von Plantagen auf Martinique oder die archäologische Fundstätte eines Sklavenhauses auf Guadeloupe erinnern daran, dass die Sklaverei mit dem „Code noir“ auf den Antillen im Jahr 1685 eingeführt wurde. Die Wirtschaft ruhte fast vollständig auf einer spezialisierten Landwirtschaft in großem Stil: Zuckerrohr, Kaffee und Kakao, die später Bananenplantagen wichen. Heute kann man hunderte dieser großen Gutshöfe besichtigen, die meist aus einer kleinen Rum-Destillerie oder einem typisch kreolischen Gebäude bestehen.

Absolut sehenswert:

  • Die Habitations Céron des Fonds Saint-Jacques oder der Anse Latouche auf Martinique.
  • Die Habitation Murat, mit dem Ecomusée auf der Insel Marie Galante nahe Guadeloupe.

Empfehlung: Guadeloupe – die Geschichte des kreolischen Hauses und der Plantagen

Die kreolische Architekturgeschichte und der Baustil auf den Antillen mit seinen bunten Holzhäusern findet auch heute noch bei etlichen Ferienhäusern und Gästepensionen Anwendung. Beispiele sind die Öko-Lodge der Habitation Massieux, die Ferienhäuser An-tikaz oder Créolina, die schmucke Bungalow-Siedlung Cocotiers, die Case de ti Gli Gli oder der Gasthof inmitten eines kreolischen Gartens Les Colibris.

Traditionen auf den Karibikinseln

Elementarer Bestandteil der Kultur auf den Antillen sind Musik und Tanz, die das tägliche Leben der Einwohner begleiten. Biguine, Zouk, Quadrille oder Gwo Ka sind die traditionellen kreolischen Tänze. Alljährlich im Februar verwandelt der Karneval die französischen Karibikinseln in ein buntes Treiben. Umzüge, Konzerte und traditionelle Tänze bestimmen den Rhythmus zu dieser Zeit. Ein Ereignis, das man auf keinen Fall verpassen sollte…

Anfang August findet mit der Tour des Yoles auf Martinique ein spektakuläres Ereignis statt, bei dem die Regatten mit dem traditionellen leichten Bootstyp der Region Besucher und Bewohner in Atem halten.

Auf Saint-Martin sorgt die Mischung aus französischer und holländischer Kultur für kosmopolitisches Flair. Das dortige Nachtleben genießt einen geradezu legendären Ruf.

Wussten Sie schon…

… dass Weihnachten auf Martinique zu den festlichen Höhepunkten des Jahres dort zählt? Das christliche Fest ist tief in der religiösen Tradition der Inselbewohner verankert. Den ganzen Dezember über ist Weihnachten Anlass für vielfältige kulturelle Veranstaltungen. Man trifft sich in der Familie oder unter Freunden zu weihnachtlichem Gesang, bei dem Tambour, Chacha und Tibois (Percussion) den Rhythmus angeben. Liebeslieder feiern die Geburt Christi. Die Gemeinden organisieren Wettbewerbe, bei denen die schönsten Weihnachtsbeleuchtungen der Häuser prämiert werden. Überall bieten Weihnachtsmärkte ihre Waren feil, darunter ein üppiges Angebot an mehr oder weniger starken Getränken, wie Schrubb, Orangenlikör oder Kokus-Punsch.