Die wichtigsten spirituellen Pilgerstätten in Frankreich

  • Sonnenuntergang am Mont St. Michel

    Sonnenuntergang am Mont St. Michel

    © ATOUT FRANCE/Jérôme Berquez

  • Basilika Sainte-Thères in Lisieux

    Basilika Sainte-Thères in Lisieux

    © ATOUT FRANCE/CDT Calvados

  • Basilika Sacré-Coeur in Paris, am höchsten Punkt des Montmartre

    Basilika Sacré-Coeur in Paris, am höchsten Punkt des Montmartre

    © ATOUT FRANCE/Michel Angot

  • Chartres - Detail der Kathedrale Notre Dame

    Chartres - Detail der Kathedrale Notre Dame

    © ATOUT FRANCE/Patrice Thébault

Die wichtigsten spirituellen Pilgerstätten in Frankreich

Lourdes

Am 11. Februar 1858 erschien dem 14 Jahre alten Mädchen Bernadette Soubirous zum ersten Mal die Jungfrau in der Massabielle-Grotte am Gave. Lourdes, der zweite Ort für Pilgerreisen der Welt nach Rom, empfängt nun jedes Jahr mehr als 5 Millionen Pilger. Die Basilika Notre-Dame du Rosaire thront in der Mitte der Heiligtümer, die aus der Grotte, der wunderbaren Quelle, der Basilika der unbefleckten Empfängnis und der erstaunlichen unterirdischen Basilika bestehen.

Lisieux

Lisieux, Haupstadt des Gebietes "Pays d'Auge" in der Normandie, liegt 25km südlich der Blumenküste mit ihren glanzvollen Badeorten. Vom Frühmittelalter bis zur französischen Revolution wurde die Stadt von den mächtigen Bischöfen – Grafen administriert, die Lisieux zu einer florierenden Stadt gemacht haben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte Frankreich und später die ganze Welt das Leben und die Botschaft einer jungen normannischen Karmeliterin, Schwester Therese des Jesus-Kindes. Die Stadt, wo sie gewohnt hat, ist einer der wichtigen Orte der Verinnerlichung geworden.

Le Mont-Saint-Michel

Die Legende erzählt, daß im Jahr 708 der Bischof Aubert d'Avranches auf dem "Tombe"-Berg eine kleine Hauskapelle zu Ehren des Erzengels Michael erbaute. Unter Karl dem Großen, als Saint-Michel den Schutz des Kaiserreichs darstellte, wurde diese Stätte zum heute berühmten Mont-Saint-Michel. Etwa um das Jahr 966 ließen sich dort ein Dutzend Benediktiner Mönche nieder und gründeten eine Benediktiner-Abtei. Als der Berg dem französischen Königreich angeschlossen wurde, entstand daraus das Zentrum für die Pilgerreisen. Im Jahr 1874 wurde das "Wunder des Westens" unter Denkmalschutz gestellt, und 100 Jahre später werden der Berg und seine Bucht als Weltkulturerbe von der UNESCO ausgezeichnet. Heute empfängt der Ort fast 3,5 Millionen Besucher jährlich.

Chartres

Der Name der Hauptstadt der Beauce, Chartres, kommt aus der gallischen Epoche, als die Stadt die Hauptstadt des Stammes "Carnutes" war. Im Laufe der Zeit hat die Stadt unter den Religionskriegen gelitten und wurde teils zerstört. Im 13. Jahrhundert wurde die Kathedrale Notre-Dame de Chartres, Symbol des Einflusses des Ortes und der Christenheit von den glänzendsten und begabtesten Handwerkern und Gesellen ganz Europas erbaut. Seine bedeutenden Kirchenfenster bedecken eine Fläche von 2500 m2. Das berühmte Labyrinth des Kirchenschiffes ist eines der größten der Welt. Es wird beim Gebet durchschritten und symbolisiert den Weg der Pilger nach Jerusalem.

Paris

Sacré Cœur
Die Basilika Sacré Coeur liegt im 18. Bezirk von Paris auf dem Hügel von Montmartre in Paris. Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, ist das Monument eine Huldigung der vielen toten französischen Staatsbürger während des französisch-preußischen Krieges und wurde nach der Niederlage 1871 gebaut, um "für die Verbrechen den Kommunarden zu büßen". Der eklektische Stil der Basilika, der sich von der romanischen und byzantinischen Architektur und besonders von der Saint-Front de Périgueux-Kathedrale inspirierte, hat viele andere religiöse Gebäude des 20. Jahrhunderts beeinflusst.

Montmartre
Montmartre, das kleine ewige Dorf von Paris, liegt auf einem Hügel (der Hügel von Montmartre) im 18. Arrondissement. Von dort genießt man einen großartigen Ausblick auf Paris. Der Name "Montmartre" geht zurück auf den ersten Bischof von Paris, Saint Denis. Im 3. Jahrhundert nach Christus wurden die Christen in Gallien verfolgt, sodass der Bischof Denis die Messe geheim abhalten musste. Einige Jahre später wurde der Bischof mit einigen Kirchenvätern auf dem Mercure-Berg gesteinigt, der zur Folge Mont Martyrium benannt wurde, voraus wiederum Montmartre entstand.

"Die wundertätige Medaille"
In der Kapelle "Unserer lieben Frau von der Wundertätigen Medaille" ist 1830 die selige Jungfrau einer Seminarschwester der Töchter der christlichen Liebe (Barmherzige Schwestern / Vinzentinerinnen) erschienen, der heiligen Katharina Labouré, durch die Maria der Welt die Medaille schenken sollte. Als im Februar 1832 in Paris eine schreckliche Cholera-Epidemie mit mehr als 20.000 Toten ausbricht, beginnen die Schwestern mit dem Verteilen der Medaille. Zahlreich sind die Heilungen, ebenso die Erfahrungen von Schutz und Bekehrungen. Die Bevölkerung von Paris nennt sie daher die "wundertätige Medaille".