Die Natur in Neu-Aquitanien

  • Lac de Vassivière im Limousin

    Lac de Vassivière - © Eric Roger

    Lac de Vassivière im Limousin

    Lac de Vassivière - © Eric Roger

  • Dordogne

    Dordogne - © Atout France - Phovoir

    Dordogne

    Dordogne - © Atout France - Phovoir

  • Dune du Pyla

    Dune du Pyla - © Atout France - Phovoir

    Dune du Pyla

    Dune du Pyla - © Atout France - Phovoir

  • Gironde

    Gironde - © Atout France - Phovoir

    Gironde

    Gironde - © Atout France - Phovoir

  • Stelzenhäuser in der Bucht von Arcachon

    Stelzenhäuser in der Bucht von Arcachon - © Atout France - Phovoir

    Stelzenhäuser in der Bucht von Arcachon

    Stelzenhäuser in der Bucht von Arcachon - © Atout France - Phovoir

  • Marais Poitevin

    Marais Poitevin - © Atout France - Phovoir

    Marais Poitevin

    Marais Poitevin - © Atout France - Phovoir

  • Bach in einem Wald der Gorges de la Cère im Limousin

    Gorges de la Cère - © Atout France - Fabrice Milochau

    Bach in einem Wald der Gorges de la Cère im Limousin

    Gorges de la Cère - © Atout France - Fabrice Milochau

Die Natur in Neu-Aquitanien Bordeaux fr

Die Landschaft

Die Region verfügt über kontrastreiche Landschaftsformen: von den Ebenen des Armagnac bis zur Spitze des Pays Basque, von den Dünen der Atlantikküste wie beispielsweise der Dune du Pyla, Île d'Oléron und dem Dordogne-Tal bis zum Correze und Creuse. Ob in den ausgedehnten Pinienwäldern im Departement Landes, dem Becken von Arcachon, der Île de Ré oder der Gironde-Mündung, der Einfluss des Ozeans ist allgegenwärtig. Denn immerhin bildet der Atlantik an der gesamten 720 km langen Westseite die fast ausschließlich aus feinen Sandstränden bestehende Grenze von Neu-Aquitanien.

Immense Kiefernwälder erstrecken sich vom Médoc bis zum Baskenland. Der regionale Naturpark Landes de Gascogne stellt einen Großteil dieser Wälder unter Schutz. Zwischen Périgueux, Limoges und Agoulême liegt der regionale Naturpark Périgord-Limousin, in dem noch Spuren eines gewaltigen Meteoriteneinschlags zu finden sind! Drei bedeutende Flüsse entspringen hier: die Vienne, die Charente und die Dordogne.

Ganz im Südosten von Neu-Aquitanien, an der Grenze zur Region Toulouse-Pyrenäen und Spanien liegt der Nationalpark Pyrenäen. In den naturbelassenen Tälern, vor allem in den Tälern von Vèzère, kann man die prähistorischen Stätten von Eyzies (Cro-Magnon-Mensch) oder Lascaux (Höhlenmalereien) entdecken.

Im Herzen der Region liegt der Regionale Naturpark Millevaches en Limousin: Er umfasst Hochmoore, Heidelandschaften und Weideflächen. Er fungiert zudem als riesiger Wasserspeicher, dem zahlreiche Flüsse entspringen, darunter die Corrèze, die Vienne, die Creuse und die Vézère. An der Grenze der Regionen Neu-Aquitanien und Pays de la Loire liegt die Sumpflandschaft Marais Poitevin: Sie ist in drei Gebiete unterteilt, Trockengebiet, Halbtrockengebiet und Feuchtgebiet, und wird wegen ihrer zahlreichen Kanäle auch "Venise Verte" (dt. Grünes Venedig) genannt.

Wanderungen

Bei Wanderungen im Land der Bastiden des Périgord kann man sich sehr gut erholen und der Buchenwald von Iraty (Hêtres d'Iraty) ist maßgebend in Europa. Der Hochgebirgswanderweg Haute Route Pyrénéenne (HRP bzw. GR10) verläuft quer durch die Pyrenäen vom Atlantik bis zum Mittelmeer.

Im Süden der Region Neu-Aquitanien treffen 3 wichtige Jakobswege in Ostaba/St. Jean Pied de Port zusammen (die Via Limovicensis, die Via Tolosana und die Via Podiensis) und führen von dort als ein Weg weiter nach Spanien. Unterwegs sollten Sie unbedingt einen Halt bei den Kirchen Saint-Léonard-de-Noblat, Saint-Eutrope de Saintes und Saint-Jacques machen. Alle drei sind als Teil des Weltkulturerbes der UNESCO „Jakobsweg in Frankreich“ ausgezeichnet!

Schöne Wanderwege führen auch durch die Schluchten der Soule vorbei an Sommerweiden, wo man noch auf so genannte Cayolars (Schäfereien in der Höhe) treffen kann. Im Limousin gibt es zahlreiche große Waldseen zu umrunden und wer es sportlich mag, sollte sich ganz in den Südwesten ins Départment Pyrénées-Atlantiques begeben und die historischen Provinzen des Baskenlandes und des Béarn auf zahlreichen Wanderwegen erkunden.

Radtouren

Vorreiter bei den "Voies Vertes" genannten Radwegen ist die Strecke "Roger Lapébie" von Entre-deux-Mers im Südosten von Bordeaux bis Sauveterre-de-Guyenne, Sinnbild für die schönen Fahrradwege in Hülle und Fülle in Neu-Aquitanien. Zwischen Küste und Wald gibt es auf den alten Wegen der "Gemmeurs" (Waldarbeiter, die Pinienharz ernteten), die zu Radwegen umgestaltet wurden, viele Schätze zu entdecken. Hunderte von Kilometern führen so vom Médoc über Lacanau, Arcachon und Biscarosse bis ins Pays Basque. Ein Highlight ist dabei die Vélodyssée, die von der Bretagne über Royan bis an die spanische Grenze verläuft. Und der Canal des Deux Mers, die Verlängerung des Canal du Midi, ist eine der schönsten Radstrecken der Region.

Wasserwege und Strandaktivitäten

Der Canal du Midi wurde, um den Atlantik mit dem Mittelmeer zu verbinden, mit dem Seitenkanal der Garonne verbunden – heute auch Canal de Garonne genannt. Diesen kann man herrlich mit Hausbooten erkunden. Auch die Wasserwege der Dordogne laden zu Mini-Kreuzfahrten mit ehemaligen Lastkähnen oder Kanu-/Kajaktouren ein. Und der Kanal von Entre-deux-Mers, ein Seitenfluss der Garonne, zwischen Bordeaux und Agen, lädt ein, noch ein bisschen weiter zu schippern.

Hinter den Dünen des Atlantiks liegen zahlreiche Süßwasserbinnenseen, die vor allem für Familien mit kleineren Kindern Badevergnügen bieten, aber auch zahlreiche Wassersportler (Segeln, Windsurfen, u.v.m.) anziehen. Die Wellen des Atlantiks begeistern jedoch viele Surfer, für die die baskische Küste zu den besten Surfspots zählt.

Die Dordogne, längster Nebenfluss Frankreichs, entspringt dem Vulkangestein der Auvergne und mündet in die Garonne. Beim Durchqueren der Corrèze wird sie von zahlreichen Kanufahrern bezwungen, besonders in der wunderschönen Gegend um Beaulieu-sur-Dordogne. Eine Flussfahrt mit einer "Gabare" (traditionelles Boot, ehemals für den Warentransport) in den Schluchten der Dordogne (Gorges de la Dordogne) wird zum unvergesslichen Naturerlebnis. Das Tal der Creuse ist nahezu gespickt mit Schlössern, Felsen und Legenden. Claude Monet verewigte den Fluss und seine Ufer auf einigen Gemälden.

Die Vienne entspringt im Zentralmassiv und durchquert mal temperamentvoll Felsen, mal behäbig sonnenbestrahlte weite Täler, umspült Mühlen oder staut sich zu Seen, bevor sie in einen Nebenfluss der Loire mündet. Nebenflüsse wie Gorres oder Glane sind Paradiese für Angler.

Gastronomie und regionale Spezialitäten

An den Ufern der Garonne, in der Gegend um Saint-Emilion und im Médoc breiten sich die Weinberge des Bordelais aus. Die Region zählt aber auch weitere Weinanbaugebeite wie Monbazillac (im Süden des Perigord) oder Jurançon (Béarn). Für Genussmenschen sind auch die Produkte des Pays Basque (Piment d'Espelette AOP, Schinken aus Bayonne) und des Périgord (Nüsse und schwarze Trüffel) ein wahrer Gaumenschmaus. Das Rindfleisch aus dem Limousin ist das meist exportierte der Welt und mit 20 000 Tonnen Austern pro Jahr ist Marennes-Oléron die größte Austernkultivierungsregion Europas! In Neu-Aquitanien gibt es insgesamt 157 Qualitätssiegel, so viele wie in keiner anderen Region Frankreichs.

Related videos

 
 

Sponsored videos

 
 
 
 

In der Nähe