Die großen Institutionen der Kochkunst in Frankreich

  • Macaron de Nancy

    Macaron de Nancy

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  • Maison Ladurée - Schokoladengeschäft

    Maison Ladurée - Schokoladengeschäft

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  • Maison Dalloyau - Pâtisserie und Feinkostgeschäft in Paris

    Maison Dalloyau - Pâtisserie und Feinkostgeschäft in Paris

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  • Teesortiment der Mariage Frères - Beautiful Tea for beautiful people

    Teesortiment der Mariage Frères - Beautiful Tea for beautiful people

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  • MARIAGE FRERES Paris Singapour

    MARIAGE FRERES Paris Singapour

    © MARIAGE FRERES

Die großen Institutionen der Kochkunst in Frankreich

Feinschmecker aus aller Welt schwören auf die folgenden französischen "Insitutionen" in den Bereichen Konditorei, Restaurant und Delikatessen. Lernen auch Sie die wichtigsten Häuser kennen, in denen guter Geschmack ganz groß geschrieben wird. 

Ladurée, der Zuckerbäcker

Im Jahr 1862 eröffnete Louis Ernest Ladurée eine Zuckerbäckerei in Paris. Einige Jahre später plante seine Ehefrau ein Mittelding zwischen Pariser Café und Konditorei – und schuf so einen der ersten Teesalons der Hauptstadt, der rasch zu einem beliebten Treffpunkt der Pariser High Society wurde. Heute ist die Nobel-Konditorkette Maison Ladurée vor allem für ihre bunten Macarons (französisches Feingebäck, Makronen) bekannt. Das Sortiment erstreckt sich mittlerweile von Pralinen, Bonbons, hausgemachten Marshmallows und Fruchtmarkgelées bis hin zu Tees, Honig, Konfitüren und süßen Brotaufstrichen.

Maison Dalloyau

Royales gastronomisches Erbe

Das Haus Dalloyau verfügt über eine über 300 Jahre alte Familientradition, die somit bis in die Zeit des königlichen Hofes von Versailles zurückreicht. Spezialgebiete: Feingebäck, Schokolade, aber auch gekochte Speisen. Im Jahr 2007 bekam es für sein Wissen und sein hohes Ansehen den Titel „Entreprise du Patrimoine Vivant“ („Unternehmen mit lebendigem Erbe“) verliehen. Viele bekannte Köstlichkeiten wie Opéra, Feuille d’Automne und Mogador stammen angeblich aus dem Haus Dalloyau.

Les frères Mariage – die Kunst des Tees auf französische Art

Die beiden Brüder Édouard und Henri Mariage, Erben einer alten Dynastie von Geschäftsleuten, gründeten 1854 in Paris das Haus, das bis heute ihren Namen trägt. Man könnte auch von der Geburtsstunde einer regelrechten französischen "Tee-Schule" sprechen. Der erste Teesalon des Hauses wurde 1986 eröffnet.

Fauchon: Luxus & Modernität – aber immer "Made in Frankreich"

Im Jahr 1886 eröffnete Auguste Fauchon sein erstes Lebensmittelgeschäft. Eine Konditorei, eine Bäckerei und der große Teesalon eroberten später den Place de la Madeleine. „Made in F: Made by Fauchon, Made in France“, lautet das Credo des Hauses. Im Jahr 2010 gab es weltweit 450 Fauchon-Geschäfte mit insgesamt rund 230 Angestellten und zirka 142 Millionen Euro Umsatz.

Lenôtre: Die Schule des guten Geschmacks

1957 gegründet, war das Haus Lenôtre zur damaligen Zeit Sitz einer ausgeklügelten Konditor- und Kochkunst. Danach wurde Lenôtre allmählich zu einem Chocolatier, einem Spezialisten für gediegene Empfänge, Restaurantbesitzer etc. Heute besuchen Profis und Hobbyköche aus der ganzen Welt seine Koch- und Konditorschulen.

Hédiard, Entdecker des Geschmacks

1848 entdeckte Ferdinand Hédiard im Hafen von Le Havre seine Leidenschaft für exotische Früchte. Seit 1870 befindet sich das Feinkostgeschäft Vaisseau amiral d’Hédiard an der Place de la Madeleine. 2007 erhielt es das Label „Entreprise du Patrimoine vivant“ („Unternehmen mit lebendiger Tradition“).

Die Grande Epicerie de Paris, der gute Geist der Rive Gauche

1923 gegründet, hatte der „Comptoir de l’Alimentation“ die besten Tees und Feinkonserven im Angebot. Heute gibt es im Nachfolgebetrieb „Grande Epicerie de Paris“ 30.000 verschiedene Produkte zu kaufen.

Baillardran, der Cannelé-Spezialist von Bordeaux

Im 18. Jahrhundert sammelten Nonnen in den Kielräumen der Schiffe, die im Hafen von Bordeaux ankerten, Mehl auf und stellten daraus Gebäck für die Ärmsten der Armen her. 1987 erweckte Philippe Baillardran dieses Gebäck in kleinen kupfernen Backformen zu neuem Leben.