Die Epochen der Geschichte von Frankreich

  • Pont du Gard

    Pont du Gard

    © Atout France - Jean François Tripelon-Jarry

  • Schloss Pierrefonds

    Schloss Pierrefonds

    © Atout France - CRT Picardie - Didier Cry

  • Zitadelle von Besançon

    Zitadelle von Besançon

    © Atout France - CRT Franche-Comté - Citadelle AMB

  • Denkmal in Colombey-les-Deux-Eglises

    Denkmal in Colombey-les-Deux-Eglises

    © Atout France - R-Cast

  • Cité des Sciences et de l'Industrie in Paris

    Cité des Sciences et de l'Industrie in Paris

    © Atout France - Hervé Le Gac

Die Epochen der Geschichte von Frankreich

Entdecken Sie Frankreichs Geschichte, deren Spuren bis in die Steinzeit reichen und uns Tausende von historisch bedeutenden Stätten hinterlassen hat. Begeben Sie sich auf die Spuren der Renaissance im Loiretal, entdecken Sie die Schauplätze der beiden Weltkriege - oder beamen Sie sich in die Zukunft.

Prähistorische Höhlen und gallo-romanische Stätten

Sie interessieren sich für Fossilien und wollen mehr über den Cro-Magnon-Menschen erfahren? Die prähistorischen Stätten Frankreichs, die seit dem 19. Jahrhundert aktiv erforscht werden, laden zu einer unvergesslichen Zeitreise ein. In der Lascaux-Höhle im Vézère-Tal in der Dordogne (UNESCO-Welterbe) oder der Höhle Chauvet-Pont d’Arc in der Ardèche können Sie sich zu den Anfängen unserer Zivilisation begeben und die faszinierenden Malereien und Inschriften unserer Vorfahren bestaunen.

Antike

Die Antike finden Sie interessanter? Auch aus dieser Epoche finden Sie zahlreiche Zeugnisse in ganz Frankreich, an denen man die enorme Ausdehnung des Römischen Reiches erkennt: Bewundern Sie den Pont du Gard, das höchste römische Aquädukt der Welt (UNESCO-Welterbe), besuchen Sie eine Feria in der Arena von Arles, oder tauchen Sie in der Maison Carrée in Nîmes in die Geschichte einer tausendjährigen Stadt ein.

Vom Feudalismus des Mittelalters bis zur absolutistischen Monarchie des 17. Jahrhunderts

Mit dem Untergang des Römischen Reiches beginnt das Mittelalter und zugleich die Herrschaft der Franken. Die sterblichen Überreste von Clovis, dem ersten König der Franken, ruhen bis heute in der Basilika Saint-Denis. Während die Kreuzritter nach Osten aufbrechen, reisen Pilger nach Westen, nämlich nach Santiago de Compostela. Entlang der Jakobswege befinden sich zahlreiche UNESCO-Welterbestätten. Mittelalterliche Städte und Festungen erleben in ganz Frankreich ihre Blütezeit – so zum Beispiel die Cité Plantagenêt in Mans, die Schlösser von Coucy und Pierrefonds in der Picardie oder auch das Schloss und die Festung von Carcassonne (UNESCO-Welterbe).

Die Bedeutung der Festungen für die Verteidigung der Ländereien nimmt im Hundertjährigen Krieg (1337 bis 1453) immer weiter ab. Die Epoche der Renaissance hält ihren Einzug - sie wird von bedeutenden Ereignissen wie der Entdeckung Amerikas und der Erfindung des Buchdruckes geprägt. François I. verlegt den französischen Königshof ins Loiretal, wo die Schlösser von Chambord, Azay-le- Rideau oder auch Amboise von der Erneuerung der Künste und Kultur zeugen. Unter Louis XIV. erreicht die absolutistische Monarchie schließlich ihren Höhepunkt. Von seinem Schloss in Versailles aus beauftragt der Sonnenkönig den Architekten Vauban mit der Errichtungen von zahlreichen Festungen zur Sicherung der Grenzen seines Reiches. Diese Festungen (Zitadellen von Besançon und Blaye, Festungen von Longwy oder Mont-Dauphin,…) gehören ebenso zum UNESCO-Weltkulturerbe der Menschheit.

Vom Ersten zum Zweiten Kaiserreich

Der Beginn des 19. Jahrhunderts ist von den Siegen von Napoleon I. geprägt. Aus diesem Anlass wird am oberen Ende der Champs-Elysées in Paris der Arc de Triomphe errichtet. In Paris befindet sich auch das Grabmal des berühmten französischen Kaisers, und zwar im Invalidendom. Von 1852 bis 1870 lenkt sein Neffe Frankreich. Während die Kaiserin Eugénie im Schloss von Fontainebleau ihr chinesisches Museum einweiht und dem Charme des Baskenlands und der Stadt Biarritz verfällt, ordnet Napoleon III. Baron Haussmann an, Paris in eine moderne Stadt zu verwandeln.

Die Weltkriege des 20. Jahrhunderts

Sowohl der Erste Weltkrieg (1914-1918) als auch der Zweite Weltkrieg (1939-1945) spielten sich zu einem großen Teil auf französischem Staatsgebiet ab. Zahlreiche Gedenkstätten wie jene von Caen, das Memorial Charles de Gaulle in Colombey-les-Deux-Eglises oder der Rundgang Circuit du Souvenir im Departement Somme sorgen als mahnende Relikte der Weltkriege dafür, dass diese schmerzhaften Jahre nicht in Vergessenheit geraten. 

21. Jahrhundert: Moderne und Futurismus

Im dritten Jahrtausend hat man sich eindeutig der Zukunft zugewandt. In der Cité des Sciences et de l’Industrie in Paris kann man die Etappen des technischen Fortschritts verfolgen, in der Cité de l’Espace in Toulouse die Eroberung des Weltraums nachvollziehen und mit den Wissenschaftlern des Pic du Midi in den Pyrenäen den nächtlichen Himmel und die Sternformationen betrachten. Die schönsten französischen Denkmäler werden nun mit Hilfe von 3-D-Projektionen künstlerisch in Szene gesetzt, wie in Lyon bei der Fête des Lumières, dem "Lichterfest". Moderne Architektur kann man in ganz Frankreich bei den neuesten großen Gebäuden und Monumenten betrachten. Dazu gehören das von den Architekten des japanischen Büros Sanaa entworfene Museum Louvre-Lens, das Musée des civilisations de l'Europe et de la Méditerranée (MuCEM), das 2013 in Marseille eröffnet wurde, oder auch die zukünftige Cité des Civilisations du Vin in Bordeaux.

Drei Staatspräsidenten haben bisher die französische Geschichte des 21. Jahrtausends geprägt: Jacques Chirac von der konservativen Partei „Union pour un mouvemenet populaire“ (UMP) war bis 2007 an der Regierung. Abgelöst wurde er von Nicolas Sarkozy (ebenfalls UMP), der bei der Präsidentschaftswahl 2012 seinem Herausforderer François Hollande von der Parti Socialiste (PS) unterlag.