Weinparadies Burgund wird UNESCO-Weltkulturerbe

Published on 20 Juli 2015
  • Typisches Häuschen "Cabotte" in den Weinbergen

    Typisches Häuschen "Cabotte" in den Weinbergen

    © Michel Joly

  • Weinbaugebiet Chablis

    Weinbaugebiet Chablis

    © Alain Doire - Bourgogne Tourisme

  • Weinkeller des Haus Patriarche in Beaune

    Weinkeller des Haus Patriarche in Beaune

    © Jean- Louis Bernuy

Weinparadies Burgund wird UNESCO-Weltkulturerbe Dijon fr

Das Burgund ist für Weingenießer das Paradies schlechthin. Selten hat eine Jahrhunderte alte Weinkultur eine ganze Region so intensiv geprägt wie hier im Burgund. Durch mühevolle Arbeit haben Mönche die Basis für große Weine von Weltruhm gelegt. Kenner und Genießer können die Namen großer Lagen auswendig aufsagen und dabei genüßlich die Augen verdrehen.
Insgesamt 1 247 Weinparzellen, sog. “climats“ im Weinanbaugebiet Burgund mit berühmten Namen wie Montrachet, Romanée-Conti, Clos de Vougeot, Corton, Musigny oder Chambertin haben es jetzt in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes geschafft. Nach 8 jähriger Anstrengung und nie aufgegebener Hoffnung ist der Traum für Burgund jetzt wahr geworden!

Aubert de Villaine, Präsident der Association des Climats du vignoble de Bourgogne, der die Kandidatur zum UNESCO Welterbe zum Erfolg geführt hat, sieht darin auch eine Anerkennung für die Arbeit von Generationen von Männern und Frauen, Winzern, Zisterziensermönchen und Herzögen des Burgunds, die Jahrhundert um Jahrhundert geduldig das Weinanbaugebiet von Burgund aufgebaut haben. Die Weinberge des Burgund wurden in über 2000 Jahren zu dem, was sie heute sind.

Die burgundische Weinlandschaft ist einfach gegliedert: Südlich von Dijon beginnt das renommierte Côte d’Or, eine nach Osten bis Süden ausgerichtete Kette von Hanglagen mit reichhaltigen Bodenformationen, die für das Mosaik der „Terroirs“ verantwortlich sind. Als „Climats“ bezeichnen die Winzer, die einst von Mönchen umfriedeten Parzellen und Lagen, deren Namen als Premier Cru mit Gemeindenamen oder als Grand Cru (ohne Gemeindenamen) die Flaschenetiketten zieren. In jedem Climat herrschen besondere mikroklimatische und bodentypische Verhältnisse, die zusammen einen großen Teil der Bedeutung des Begriffs Terroir ausmachen. Die Côte de Nuits und die Côte de Beaune, benannt nach den beiden Hauptorten der Weinerzeugung, bilden zusammen das Côte d’Or. Weiter südlich schließen sich die Côte Chalonnaise und das Mâconnais an. Chablis, das ebenfalls zu Burgund gehörige reine Weißweingebiet, liegt in der Nähe der Stadt Auxerre.

Die insgesamt sechs Weinstraßen Burgunds, darunter die „Route des Grands Crus“ durch die Côte d’Or und die Côte Chalonnaise, haben eine Länge von 250 Kilometern. Sieht man ein Schild „Dégustation Vente“ sollte man unbedingt Halt machen und der Aufforderung zu einer Verkostung Folge leisten – wohl dem, der dann einen geräumigen Kofferraum hat!

Erreichen können Sie die Region Burgund einfach ab Paris oder Lyon - beide Städte werden direkt von Wien aus angeflogen. Vor Ort geht es dann mit dem Zug (Regionalzug TER oder Schnellzug TGV), dem Mietauto oder für Gruppenreisende mit dem Bus weiter.

 

 

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