Outdoor - Nervenkitzel pur

Published on 03 Juli 2013
  • © ATOUT FRANCE/Philippe Maille

  • © ATOUT FRANCE/Hervé Le Gac/M.O. Corsica Raid Aventure

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  • © ATOUT FRANCE/Michel Laurent/CRT Lorraine

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Outdoor - Nervenkitzel pur fr

In Frankreich lassen sich aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten so gut wie alle sportlichen Outdoor-Aktivitäten praktizieren, egal, ob es sich dabei um die neueste Trendsportart handelt oder ob man einen eher spielerischen Zugang wählt. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass Abenteuerlustige hier so gut wie alles erfunden oder entwickelt haben: Paragliding, Höhlenkunde, Canyoning, Rafting... Auch der Winter bietet in Frankreich eine enorme Bandbreite an Outdoor-Aktivitäten, wie etwa Freeriding in Chamonix, Speedriding oder Eistauchen.

Sommer - vom freien Flug bis zur Via ferrata

Die ehemalige Paragliding-Weltmeisterin Sandie Cochepain bietet Paragliding-Flugstunden an den imposanten Hängen des Mont-Blanc an. 


  • Paragliding und Bergsteigen, mit Claire Bernier und Zeb Roche, einem Bergührer und Sohn eines großen Bergsteigers, selbst ein Vorreiter im Himalaya-Gebirge. Zeb war auch der jüngste Paraglider, der jemals am Everest abgehoben ist (er war damals 17), in einem 2-Sitzer gemeinsam mit seinem Vater. Zeb hat dieses Ereignis sogar ein zweites Mal geschafft, als er gemeinsam mit seiner Frau Claire Bernier (ihres Zeichens ehemalige Paragliding-Weltmeisterin) erneut vom höchsten Gipfel der Welt abhob. Das junge Abenteurerpärchen bleibt dennoch seinem Tal in den Alpen der Haute-Maurienne treu, wo man Unterricht bei Profis nehmen kann.

  • Aven d'Orgnac sollte man wegen seiner Tropfsteinhöhle besichtigen, am Besten am Tag der "Expédition Spéléo" (Expedition Höhlenforschung) 

Versteckt in der ursprünglichen Landschaft der Ardèche (im Tal des Rhône), bietet ein unterirdisches Netz zwei besonders fesselnde Erlebnisse. Zunächst einmal kann man eine besonders große Tropfsteinhöhle besichtigen, die Dank moderner Einrichtungen den Besuch zugleich einfacher und spannender gestaltet (riesige Treppen, ein 100 m tiefer, in den Berg gehöhlter Aufzug, Beleuchtung interessanter Gesteinsformationen). Alternativ kann man auch einem Führer einen Tag lang begleiten und alles Wissenswerte über Höhlenforschung lernen - dabei gelangt man auch in Bereiche, die sonst für Besucher nicht frei zugänglich sind. Man kann zwischen 3 und 8 Stunden in 150 m Tiefe verbringen, je nach dem gewählten Angebot (Picknick und Dusche sollten eingerechnet werden, die Ausrüstung wird vor Ort zur Verfügung gestellt, erforderliches Mindestalter der Teilnehmer ist 14 Jahre). Wer möchte, kann auch die Gelegenheit für eine einmalige Klettertour bis zur Decke der Haupthöhle nutzen.

 

La Via ferrata : Eine französisch-italienische "Spezialität"

Erfunden wurden die eisernen Leitern im ersten Weltkrieg von italienischen Soldaten, um die Gipfel einfacher überwinden zu können - seit etwa 15 Jahren jedoch dienen sie vor allem in den französischen Alpen (aber auch in den Dolomiten oder in der Schweiz) als eine Art "Klettersteig für Jedermann". Die Parcours ermöglichen es allen, die keine echten Kletterexperten sind, die Emtionen der vertikalen Welt zu spüren. Nichtsdestotrotz sollte man auch bei dieser Sportart größte Vorsicht und Sorgfalt walten lassen: Unverzichtbar sind passende Kleidung und Ausrüstung, ein Sicherheits-Grundkurs bei einem professionellen Bergführer vorab, das aufmerksame Verfolgen der Wetterberichte (Schlechtwetter-Risiko!) und das genaue Lesen der Beschilderungen. Beachtet man diese "Spielregeln", bietet die Via ferrata ein unvergessliches Erlebnis in allen Bergmassiven: Mont-Blanc, Südalpen, Pyrenäen... Dieser originelle Sport ist auch familientauglich - zum Beispiel in Aussois in der Savoie wurde eigene Kinderstrecken eingerichtet.

Im Bergsteigerjargon nennt man es "tyrolienne": Über einen Gurt an einer Brustplatte wird man an einem 15 bis 50 Meter langen, gespannten Kabel eingehängt und abgeseilt. Um tatsächlich die Geschwindigkeit von 100 km/h zu erreichen, muss das Kabel über einen Kilometer lang sein. Diese Attraktion wird in den Vogesen, den Ardennen und den Alpen der Haute-Savoie (Châtel) angeboten.

Die Hackett-Zentren existieren über den gesamten Globus verteilt, so z.B. in Australien, Asien und Europa und bieten in Frankreich Bungeejumping von einer Autobrücke im Herzen der Normandie an. Eine weitere, neue Attraktion ist der Swing, eine Art gigantische Schaukel, in der man mit einem Gurt befestigt ist, zugleich aber den Eindruck hat, über dem Nichts zu hängen.

Heißluftballons sind eine französische Erfindung des 18. Jahrhunderts. Mit ihrer Hilfe kann man in aller Ruhe und Langsamkeit die herrlichen Landschaften überall auf der Welt entdecken. Ein Flug in großer Höhe, überhalb des 4000 Meter hohen Mont-Blanc ist jedoch etwas ganz Besonderes.

Die prächtigen Loireschlösser aus der Vogelperspektive zu entdecken, ermöglicht völlig neue, spektakuläre Einblicke in die von der UNESCO klassifizierten Monumente

Der Puy-du-Fou in der Vendée (Westfrankreich) liegt nur 2 Stunden von Paris mit dem TGV entfernt (ab dem Bahnhof von Angers gibt es einen Shuttlebus). Hier wird rund um ein Schloss eine Reihe an Veranstaltungen geboten, die verschiedenste Epochen in Szene setzt: die römische Antike oder das Mittelalter, z.B. Tausende Statisten und innovative technische Hilfsmittel lassen den Eindruck entstehen, als befände man sich mitten in den Dreharbeiten zu einer Hollywood-Produktion. Manchmal werden auch Zuseher im Rahmen von Gladiatorenkämpfen auf die Bühne bzw. in die Arena gebeten.

Winter - vom Eisfallklettern bis hin zu Eistauchen und Speedriding

Eine Klettertour auf einem gefrorenen Wasserfall ist ein echtes "Must" in den französischen Alpen, besonders in der Gegend von Chamonix, was auch zugleich als Ski-Freeride-Hauptstadt gilt (mit den Gletschern des Mont-Blanc Massifs). Man kann das Eisklettern aber auch auf speziellen, künstlich vereisten Wänden lernen, wie zum Beispiel im Herzen von Courchevel. Die berühmte Compagnie des Guides de Chamonix (Bergführer von Chamonix), eine historische Institution die seit der Eroberung der alpinen Gipfel im 19. Jahrhundert besteht, bietet Kurse für verschiedenste Levels an.

  • Eistauchen in gefrorenen Bergseen

Diese einmalige Möglichkeit, um das Tauchen für sich zu entdecken, bietet nicht das Meer, sondern kleine, versteckte Bergseen in den Alpen. Eine wahre Spielwiese für unvergessliche Erlebnisse - tauchen Sie für eine halbe Stunde in eine blau-weiße Welt ab. Die Kälte ist Dank der perfekten Ausrüstung und eines hochqualifizierten Teams kein Problem, das für perfekte Rahmenbedingungen sorgt.
- Dive Extreme, in Chamrousse (in der Nähe von Grenoble)

- Tignes Plongée, im Espace Killy 

- Oser, in Orcières 1850


  • Speedriding: die "Hochzeit" von Freeriding und Paragliding

Nach der Winter-Version des Kitesurfing kommt nun der ultimative Kick im Winter-Extremsport für gestählte Sportler: das Speedriding. Man braust dabei auf Skiern Steilhänge hinab, es geht jedoch auch darum, einige Meter bei voller Geschwindigkeit vom Boden abzuheben. Eine spektakuläre, neue Sportart, die jedoch unbedingt im Rahmen eines Kurses mit einem qualifizierten Lehrer erlernt werden muss.
- Speedriding-School, in Les Arcs


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