Neuer Elan für Frankreichs Tourismus

Published on 17 Februar 2014
  • Provence-Alpes-Côte d'Azur

    Provence-Alpes-Côte d'Azur

    © ATOUT FRANCE / Christophe Duranti

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  • © Atout France / Hervé Le Gac

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Neuer Elan für Frankreichs Tourismus

Die Internationale Tourismusorganisation (UNWTO World Tourism Organization) gab in ihrem Bericht Ende Jänner bekannt, dass Frankreich auch 2013 als weltweit erste Tourismusdestination rangierte, vor den USA und Spanien. Frankreich konnte 2012  83 Millionen Besucher aus aller Welt empfangen. Laut WTO darf sich Frankreich über eine Steigerung von 6 % für 2013 freuen, nach 1,8 % im vorhergehenden Jahr. Diese Steigerung übertrifft den durchschnittlichen Zuwachs von 5 % im internationalen Tourismus, der 1,08 Milliarden Ankünfte weltweit verbuchte.

Die Tourismusbilanz 2013 des Französischen Tourismusministeriums liegt noch nicht vor; dennoch bestätigen diese Angaben die von den Leistungsträgern festgestellten Auslastungen, besonders in Bezug auf die fernen Märkte. So bekräftigt Christian Mantei, Generaldirektor der Französischen Zentrale für Tourismus Atout France, dass Frankreich bereits die erste Destination für Touristen aus China, USA und Brasilien darstellt.

Da in dieser jährlichen Tourismusbilanz auch die europäischen Gäste auf Durchreise aufscheinen, ist es Frankreichs erklärtes Ziel, die Einnahmen aus dem Tourismus in den kommenden Jahren zu steigern. Diese fungieren mit 53,7 Milliarden USD weltweit an 3. Stelle …. hinter den USA und Spanien.

Zu diesem Zweck wurde von Sylvia Pinel, Ministerin für Handel, Gewerbe und Tourismus, im November 2013 ein Nationaler Tourismusgipfel (Assises du Tourisme) einberufen, der bis Frühling 2014 ein Programm ausarbeiten soll, um Frankreich diesen ersten Platz zu sichern und seine Attraktivität zu steigern.

Neun Gremien (Die öffentliche Hand, sämtliche Gebietskörperschaften und viele private Unternehmen aus der Tourismusbranche, wie Hotelketten und Betreiber großer Freizeitparks oder Skidomänen) arbeiten an konkreten Plänen rund um 9 Schwerpunkte:

  • Unterstützung von neuen Destinationsangeboten
  • Anreicherung/Diversifizierung des touristischen Angebotes
  • Verstärkung der Strategie für den Event- und Kongresstourismus
  • Verbesserung des Empfangs der ausländischen Gäste durch Eingehen auf nationale Bedürfnisse
  • Erhöhung der Attraktivität der Berufe in der Tourismus-Branche
  • Verstärkung der Investitionen 
  • Synergien der öffentlichen Hand zugunsten des Tourismus
  • Anpassung der Tourismus-Ausbildungen an die Veränderungen dieser Branche
  • Mobilisierung der Gäste aus dem eigenen Land

In einer Umfrage wurde auch die breite Öffentlichkeit aufgerufen, Ideen und Vorschläge zur Entwicklung des Tourismus in Frankreich zu unterbreiten.

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Frankreichs mit 7,4 % des BIP, 12 Milliarden Euro Überschuss in der Zahlungsbilanz und 2 Millionen Arbeitnehmern.