Marseille-Provence 2013 auf Zukunftskurs

Published on 15 April 2013
  • MuCEM

    MuCEM

    © Lisa Ricciotti

  • MuCEM

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    © Lisa Ricciotti

  • Museum Regards de Provence

    Museum Regards de Provence

    © Jean BERNARD

  • Park Borley mit Schloss

    Park Borley mit Schloss

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  • Villa Méditerranée

    Villa Méditerranée

    © Paul_LADOUCE

Marseille-Provence 2013 auf Zukunftskurs 13 Marseille fr

Nach einem fulminanten Start als Europäische Kulturhauptstadt Mitte Jänner und der Eröffnung von mehreren Museen steht in Marseille der Höhepunkt des Kulturjahres bevor.

Das MuCEM (Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeerraumes „Musée des civilisations de l'Europe et de la méditerranée“) öffnet am 7. Juni 2013 seine Pforten. Als erstes nationales Museum außerhalb von Paris und als weltweit erstes Museum, das den Kulturen des Mittelmeerraumes gewidmet ist, wird es 40.000 m² Ausstellungsfläche und ein Restaurant mit Panoramaterrasse bieten. Rudy Ricciotti entwarf einen futuristischen Bau, der mit dem Turm des befestigten Fort Saint-Jean im alten Hafen durch eine Luftbrücke verbunden ist.

www.mucem.org

Nach seiner Renovierung beherbergt das Schloss Borély ab Juni das „Museum für Kunstgewerbe und Mode“ mit Sammlungen vom 17. Jht bis zur Neuzeit.

Das Gebäude aus dem 18. Jht des ehemaligen Krankenhauses im Altstadtviertel Panier wurde vor Kurzem zum Nobelhotel umgebaut und verwöhnt seine Gäste nun als 5* Hotel InterContinental Marseille-Hôtel Dieu mit 194 Zimmern, 22 Suiten, 2 Restaurants und 12 Konferenzsälen. 

www.intercontinental.com 

Am 19. April fand auch die Einweihung der „Villa Méditerranée“ (www.villa-mediterranee.org) statt. Stefano Boeri hat unmittelbar neben dem MuCEM dieses spektakuläre, C-förmige Zentrum für kulturellen und künstlerischen Austausch innerhalb der Mittelmeerländer erbaut; ein noch kühneres Design des japanischen Architektenbüros Kengo Kuma weist der bereits im März eröffnete Regionalfond für zeitgenössische Kunst, FRAC, auf www.fracpaca.org. Ganz dem Erbe der Provence und des Mittelmeerraumes ist die Stiftung „Regards de Provence“ gewidmet, die seit 1. März in der  umgebauten Sanitätsstation der Stadt untergebracht ist (www.museeregardsdeprovence.com). Norman Foster wiederum verwandelte das Herzstück der vor 2.600 Jahren von den Griechen gegründeten Stadt in eine der größten Fußgängerzonen Europas. Am alten Hafen „Vieux Port“ können Besucher künftig ein surreales Ballett bestaunen: im Spiegeldach der „Ombrière“ schaukeln Yachten um die Wette. Bisher zog immer die hoch über dem Hafen thronende Madonna „Notre Dame de la Garde“ - Marseilles Wahrzeichen -  die Besucherscharen an. Das könnte sich nach dem Kulturjahr aber ändern.

Ein bunt gemischter Veranstaltungsreigen

Rund 400 Veranstaltungen und hundert Konzerte sollen Einheimische und Besucher im Kulturjahr erfreuen. Vieles davon findet überhaupt auf öffentlichen Plätzen bei freiem Eintritt statt. 

  • „Transhumance“
    Vom 17. Mai bis 9. Juni ziehen Hirten aus Marokko, Italien und Frankreich mit ihren Tieren von der Camargue bis in die Stadt Marseille, wo diese Veranstaltung am 9. Juni mit einem großen Umzug ihren krönenden Abschluss findet.
  • Ein Picknick auf dem Damm „Les Terraces“: 25. – 29. September
  • Europride 2013 (10. bis 20. Juli): Europride, ähnlich der bekannten Gaypride, ist eine europaweite Veranstaltung, die Homo-, Bi- und Transsexuelle miteinander verbindet. In Marseille legt man großen Wert darauf, dass Unterschiede geachtet und die gleichen Rechte für alle gewahrt werden. Über einen Zeitraum von 10 Tagen hinweg werden deshalb verschiedenste Aktionen gesetzt, wie Konferenzen, Debatten, aber auch Filme, Musik und Aufführungen. Den Höhepunkt bildet der große Aufmarsch "Marche des Fiertés" am 20. Juli.


Kompletter Veranstaltungskalender auf Englisch

GR 2013

Marseille-Provence hat einen Wanderweg ganz anderer Art geschaffen. Dieser 360 km lange Wanderweg, der eine die Undendlichkeit symbolisierende Acht bildet, führt die Besucher auf bisher unbeschrittene Wege: akustische Spaziergänge, Picknicks bei "Aussichtspunkten" und Begegnungen mit ungewöhnlichen Objekten jenseits der bekannten Pfade stehen hier auf dem Programm. Die entsprechenden Informationen und technischen Hilfsmittel lassen die Wanderung durch die Provence zu einer einzigaritgen Erfahrung werden. Intiiert wurde diese überaus orginielle Idee von einer Gruppe wandernder Künstler und der FFR (Französischer Wanderverein), sowie dem Conseil General.
Schwierigkeitsgrad: leicht, durchschnittlich 300 Höhenmeter pro Tag.
Es besteht die Möglichkeit, den Wanderweg in mehreren Etappen zu begehen.